Sportbranche

Adidas: Geschäft in China zieht an

Kasper Rorsted, Adidas
Kasper Rorsted, Adidas

Adidas registriert Zeichen der Hoffnung. Das Geschäft des Sportartikelherstellers auf dem wichtigen chinesischen Markt hat sich im Mai deutlich erholt. 

Anfang Juni waren weltweit etwa zwei Drittel der Adidas-Stores zumindest mit eingeschränkten Betriebszeiten wieder geöffnet. In China, dem ersten großen Absatzmarkt des Unternehmens, der sich auf dem Weg der Erholung befinde, seien seit Mitte April alle eigenen sowie partnerbetriebenen Stores wieder geöffnet, teilt Adidas mit. Das Kundenaufkommen sei im Mai zwar unter dem Vorjahresniveau geblieben, aber gezielte Maßnahmen zur Wiederbelebung des Einzelhandelsgeschäfts hätten bereits zu allmählichen Verbesserungen seit der Wiedereröffnung der Geschäfte geführt. Das niedrigere Kundenaufkommen habe Adidas durch höhere Konversionsraten und das außerordentliche Wachstum des E-Commerce-Geschäfts des Unternehmens mehr als kompensieren können. Infolgedessen konnte Adidas in China für den Monat Mai ein Umsatzwachstum erzielen. Adidas geht daher nun davon aus, dass der Umsatz in China im zweiten Quartal in etwa auf Höhe des Vorjahres liegen wird.

Entsprechend der Erwartung von Adidas hinsichtlich einer allmählichen Normalisierung des Geschäfts sind fast alle eigenen Stores in weiteren Märkten innerhalb von Asien-Pazifik sowie in Emerging Markets wieder in Betrieb. In Europa sind drei Viertel der Stores des Unternehmens wieder geöffnet, die Mehrheit allerdings mit verkürzten Betriebszeiten. Während in Russland/GUS in etwa die Hälfte der Stores den Betrieb wiederaufgenommen hat, liegen die Wiedereröffnungsraten in Nordamerika und Lateinamerika noch deutlich unter 50%. Da diese Entwicklungen insgesamt gesehen den bisherigen Annahmen des Unternehmens weitgehend entsprechen, erwartet adidas keine wesentliche Abweichung von dem am 27. April 2020 veröffentlichten Ausblick für die Umsatz- und Gewinnentwicklung im zweiten Quartal. Demnach rechnet Adidas im zweiten Quartal 2020 mit einem noch stärker ausgeprägten Umsatz- und Gewinnrückgang als im ersten Quartal. Der währungsbereinigte Umsatz könnte mehr als 40% unter dem Vorjahresquartal liegen und das Betriebsergebnis negativ ausfallen.

Helge Neumann / 10.06.2020 - 11:35 Uhr

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