Corona-Krise

Adidas-Umsatz sinkt deutlich

Kasper Rorsted
Kasper Rorsted

Der Umsatz von Adidas ist aufgrund der Corona-Krise im ersten Quartal deutlich gesunken. Für die kommenden Monate rechnet der Sportartikelhersteller mit einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation.

Adidas musste im ersten Quartal 2020 einen Umsatzrückgang in Höhe von 19% verbuchen. Die Erlöse sanken auf 4,75 Mrd. Euro. Ein anhaltend starkes währungsbereinigtes Wachstum in Höhe von 35% im E-Commerce habe konnte den signifikanten Umsatzrückgang im stationären Groß- und Einzelhandel nur zum Teil kompensieren könnten, teilte das Unternehmen aus Herzogenaurach mit. Das Betriebsergebnis von Adidas ging um 93% auf 65 Mio. Euro zurück. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen verringerte sich um 97% auf 20 Mio. Euro. 

„Unsere Ergebnisse für das erste Quartal verdeutlichen die ernsthaften Herausforderungen, die der globale Ausbruch des Coronavirus selbst an gesunde Unternehmen stellt“, sagte Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von Adidas. „Wir konzentrieren uns derzeit auf die Bewältigung der Situation und verstärken unseren Einsatz, um von der Erholung in China und den Möglichkeiten im E-Commerce zu profitieren. Während wir uns auf die Rückkehr zu einer Normalisierung unseres Geschäfts vorbereiten, bleiben wir auch realistisch: Mehr als 70% unserer Stores weltweit sind weiterhin geschlossen.

Die Umsatzentwicklung habe sich in China in den ersten drei Aprilwochen allmählich erholt, und auch der Umsatz im Bereich E-Commerce weltweit habe sich nach einem währungsbereinigten Anstieg um 55% im März weiter deutlich beschleunigt, teilt Adidas mit. Die allgemeine Umsatzentwicklung von Adidas sei dennoch weiterhin stark von der signifikanten Anzahl der Store-Schließungen in Europa, Nordamerika, Lateinamerika, den Emerging Markets und Russland/GUS sowie in großen Teilen von Asien-Pazifik betroffen. Daher werde zum gegenwärtigen Zeitpunkt im zweiten Quartal 2020 mit einem noch stärker ausgeprägten Umsatz- und Gewinnrückgang als im ersten Quartal gerechnet. Den Erwartungen zufolge werde der währungsbereinigte Umsatz mehr als 40% unter dem Vorjahresquartal liegen und das Betriebsergebnis negativ ausfallen. „Angesichts der derzeitigen Unsicherheiten – hauptsächlich in Bezug auf die Dauer der Store-Schließungen und das Tempo der Normalisierung nach ihrer Wiedereröffnung – lassen sich die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie und damit deren Auswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorhersagen“, heißt es seitens Adidas. 

Helge Neumann / 27.04.2020 - 09:04 Uhr

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