Nachhaltigkeit

Adidas und Allbirds kooperieren

Allbirds-Mitgründer Tim Brown (Foto: Allbirds / Peter Prato)
Allbirds-Mitgründer Tim Brown (Foto: Allbirds / Peter Prato)

Adidas arbeitet künftig mit der Schuhmarke Allbirds zusammen. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen schneller Lösungen zur Verringerung der 700 Mio. Tonnen Kohlenstoffdioxid finden, die jedes Jahr von der Schuhindustrie ausgestoßen werden.

Neben der Erforschung erneuerbarer Materialressourcen habe die Kollaboration von Adidas und Allbirds zum Ziel, Innovationen im Bereich Fertigungs- und Beschaffungsprozesse zu erzielen und letztendlich den niedrigsten jemals erfassten CO2-Fußabdruck eines Performance Sportschuhs hervorzubringen. Das teilen die beiden Unternehmen mit. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Adidas und Allbirds sich gegenseitig am Spektrum ihrer nachhaltigen Innovationen teilhaben lassen und Möglichkeiten für einen neuen Branchenstandard im Kampf gegen den Klimawandel eröffnen.

„Es ist dringend nötig, unseren weltweiten CO2-Ausstoß zu verringern, und diese Aufgabe ist größer als Allbirds oder Adidas allein“, erklärt Tim Brown, Co-CEO von Allbirds. „Ob wir es erkennen oder nicht, dies ist ein Rennen, das wir alle gemeinsam als Planet laufen und es ist ein Rennen, das den tagtäglichen Wettbewerb einzelner Firmen übersteigt. Ich bin voller Hoffnung, dass diese Kooperation ein Beispiel für andere sein wird, es uns auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft mit Netto-Null-Emissionen gleichzutun.“ Um ein Produkt mit dem geringstmöglichen CO2-Fußabdruck zu schaffen, werden die Partner Innovationen entlang der gesamten Beschaffungskette erforschen, von der Materialauswahl über Produktionsstätten bis hin zu Transportmethoden, die erneuerbare Energien und Treibstoffe verwenden. Aktuell hat der durchschnittliche Laufschuh einen CO2-Fußabdruck von ungefähr 13,6 kg CO2. 

Um sicherzustellen, dass beide Partner ihren eigenen hohen Standards gerecht werden, soll der CO2-Fußabdruck des Schuhs mit Allbirds‘ Lebenszyklus-Bewertungstool analysiert werden, das die Kohlenstoffemissionen von der Materialbeschaffung bis hin zur Entsorgung der Schuhe misst. „Unsere große Hoffnung ist, dass diese Kooperation andere Leute dazu anregen wird, sowohl ihre besten Ideen als auch ihre Forschung miteinander zu teilen, damit wir im Kampf für ein nachhaltigeres Leben zusammenarbeiten können“, sagt Brown. „Dies ist ein Problem, das nicht von einer Firma allein gelöst werden wird.“ 

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Helge Neumann / 28.05.2020 - 06:01 Uhr

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