Onlinehandel

Amazon empört deutsche Schuhindustrie

Hauptgeschäftsführer HDS/L Manfred Junkert (Foto: HDS/L)
Hauptgeschäftsführer HDS/L Manfred Junkert (Foto: HDS/L)

Der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) zeigt sich empört über ein Schreiben von Amazon. Darin geht es um die Lieferung bestellter Waren. 

In dem Schreiben fordert Amazon.de seine deutschen Schuhlieferanten ausdrücklich dazu auf, bereits bestellte Ware nicht auszuliefern. Sollten die bestellten Artikel dennoch angeliefert werden, behalte sich Amazon das Recht vor, diese auf Kosten des Herstellers zu retournieren. „Dieses Vorgehen, das eine Reihe von HDS/L Mitgliedern betrifft, können wir nicht akzeptieren“, erklärte HDS/L Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert. Während sich Amazon auf der einen Seite rühme, durch die Einstellung neuer Mitarbeiter Arbeitsplätze zu schaffen und damit in der größten Wirtschaftskrise etwas Gutes zu tun, würden auf der anderen Seite langjährige, verlässliche Lieferanten abgestraft und zu Lieferstopps gezwungen. „Zeigt sich hier schon, wie die Zukunft nach der Krise aussieht? Ganz offensichtlich ist die Werthaltigkeit und Nachhaltigkeit mittelständischer Hersteller nichts wert“, teilt der HDS/L mit. Gerade von den globalen Konzernen fordere der HDS/L gesellschaftliche Verantwortung und Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen.

Helge Neumann / 31.03.2020 - 14:48 Uhr

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