Onlinehandel

Amazon in Leipzig wird bestreikt

Verdi hat die Beschäftigten am Amazon-Standort in Leipzig zum Streik aufgerufen. Hintergrund ist die Forderung der Gewerkschaft nach einem Tarifvertrag für den Einzelhandel.

„Zwar ist Amazon Anfang diesen Jahres Mitglied im Arbeitgeberverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) geworden, doch den Tarifvertrag für den Einzelhandel will Amazon auch zukünftig nicht anwenden“, Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. „Damit räumt Amazon endlich ein, was seit 20 Jahren geleugnet wurde: Kerngeschäft in Deutschland ist der Verkauf von Waren an die Endkunden. Mit der wachsenden Zahl von Versandzentren ist das Unternehmen vor allem ein klassischer Onlinehändler. Amazon sollte endlich seiner Verantwortung gegenüber den Beschäftigten und der Gesellschaft nachkommen und den Flächentarifvertrag des Einzel- und Versandhandels 1:1 anwenden.“

Amazon verschärfe durch die untertarifliche Bezahlung weiter den ruinösen Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel. Die gigantischen Gewinn- und Umsatzsteigerungen würden auf dem Rücken der Beschäftigten erzielt, so Streikleiter Thomas Schneider.

„Zwar ist Amazon Anfang diesen Jahres Mitglied im Arbeitgeberverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) geworden, doch den Tarifvertrag für den Einzelhandel will Amazon auch zukünftig nicht anwenden“, Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. „Damit räumt Amazon endlich ein, was seit 20 Jahren geleugnet wurde: Kerngeschäft in Deutschland ist der Verkauf von Waren an die Endkunden. Mit der wachsenden Zahl von Versandzentren ist das Unternehmen vor allem ein klassischer Onlinehändler. Amazon sollte endlich seiner Verantwortung gegenüber den Beschäftigten und der Gesellschaft nachkommen und den Flächentarifvertrag des Einzel- und Versandhandels 1:1 anwenden.“

Amazon verschärfe durch die untertarifliche Bezahlung weiter den ruinösen Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel. Die gigantischen Gewinn- und Umsatzsteigerungen würden auf dem Rücken der Beschäftigten erzielt, so Streikleiter Thomas Schneider.

Helge Neumann / 28.02.2020 - 09:13 Uhr

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