Schuhindustrie

Astormueller stellt Suche nach Investor ein

Tim Müller (Foto: Redaktion)
Tim Müller (Foto: Redaktion)

Die Astormueller Group mit den Schuhmarken Bugatti Shoes und Daniel Hechter Footwear rechnet für 2020 mit einem zweistelligen Umsatzminus. Die Orderrunde für F/S 2021 verlaufe aber überraschend positiv.

„Unser Management und unsere Partner bewältigen die Krise mit großer Bravour. Wir haben eine enorm hohe Marktrelevanz erfahren und sind unseren Handelspartnern sehr dankbar für das Vertrauen und den fairen Umgang in dieser schwierigen Phase“, erklärt Tim T. Müller, Vorsitzender der Astormueller Gruppe. Bis zum 15. März sei das Unternehmen auf dem Weg gewesen, eine neues Rekordjahr zu erreichen. Nach Verhängung des Lockdowns habe man sich entschieden, einen großen Teil der Herbst/Winter-Aufträge auf Standby zu setzen. „Uns war die Situation im Handel zu ungewiss. Dank unserer starken Sourcing-Struktur konnten wir nach der Öffnung des Lockdowns schnell wieder hochfahren. Wir rechnen in 2020 mit einem Minus von unter 20% zum Vorjahr – die Zahlen verbessern sich täglich“, teilt Astormueller mit.

Die laufende Orderrunde für Frühling/Sommer 2021 verlaufe überraschend positiv. „Bereits Ende 2018 haben wir uns dazu entschieden, die Zukunft und das Wachstum aus unserer eigenen wirtschaftlichen Stärke heraus zu bestreiten und die Strategie einen Wachstumspartner zu finden, nicht weiter zu verfolgen.“ Das „Sales Boost Programm“, welches für die Handelspartner aufgelegt worden sei, werde positiv aufgenommen, heißt es weiter seitens Astormueller. Das Thema Bugatti Cityschuhe sei erwartungsgemäß unter Druck. Neue hybride Typen und das Segment Bugatti Denim/Casual könnten die Ergebnisse bei den Herrenschuhen nahezu kompensieren. Sehr erfreulich stelle sich zudem die Situation bei den Bugatti Damenschuhen dar. 

Astormueller launcht B2B-Shop

In der zweiten Jahreshälfte 2020 launcht Astormueller einen neuen B2B-Shop. So sollen die Einkaufsprozesse komfortabler, schneller und einfacher gestaltet werden und rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Parallel dazu sei die Content Factory weiter ausgebaut worden. So werde der gesamte Content für die Bedürfnisse in der Gruppe mehrsprachig im Haus erstellt.

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Helge Neumann / 14.09.2020 - 09:32 Uhr

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