„Konzern macht Milliardengewinne“

Black Friday: Amazon wird bestreikt

Orhan Akman ist Bundesfachgruppenleiter Einzel- und Versandhandel bei Verdi. (Foto: Kay Herschelmann)
Orhan Akman ist Bundesfachgruppenleiter Einzel- und Versandhandel bei Verdi. (Foto: Kay Herschelmann)

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten von sieben Amazon-Versandzentren zu einem dreitägigen Streik aufgerufen. Ziel ist unter anderem der Abschluss eines Tarifvertrags.

„Den Kolleginnen und Kollegen wird seit acht Jahren die geforderte tarifvertragliche und existenzsichernde Entlohnung vorenthalten. Gleichzeitig macht der Konzern mit dem reichsten Mann der Welt an der Spitze durch Coronavirus-Pandemie, Black Friday, Cyber Monday und im Weihnachtsgeschäft riesige zusätzliche Milliardengewinne“, kritisiert Orhan Akman, der bei Verdi für den Einzel- und Versandhandel zuständig ist. Dabei würden Schutzmaßnahmen in den Versandzentren missachtet und die Gesundheit der Beschäftigten den maximalen Profitzielen geopfert. Mehrere hundert Amazon-Beschäftigte hätten sich bereits mit dem Coronavirus infiziert. Die vorgeschriebenen Abstände der Beschäftigten zueinander ließen sich in Stoßzeiten kaum einhalten.

„Wenn ihr am Black Friday von Amazon für eure Rechte eintretet, habt ihr meine und unsere volle Solidarität“, schreibt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann in einem Brief an die Beschäftigten. „Das Unternehmen muss endlich anerkennen, wessen Leistung es seinen Erfolg verdankt. Dafür braucht es gute Arbeitsbedingungen, Vertrauen in die Beschäftigten und einen Tarifvertrag mit Verdi. Ihr habt schon einen enorm langen Atem bewiesen. Ich wünsche euch für diese Auseinandersetzung Erfolg!“

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Helge Neumann / 27.11.2020 - 09:00 Uhr

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