1. Adventssamstag deutlich ruhiger

Black Friday: Innenstädte platzen aus allen Nähten

Black Friday 2020 (Foto: Tim Mossholder/Unsplash)
Black Friday 2020 (Foto: Tim Mossholder/Unsplash)

Deutschlandweit lockte das Rabatt-Event Black Friday am 27. November die Menschen in die Innenstädte. Der Samstag verlief indes vielerorts deutlich ruhiger als gewohnt.

Der Black Friday sorgte am 27. November vielerorts in Deutschland für übervolle Innenstädte. Vor zahlreichen Geschäften kam es zu Warteschlangen von bis zu 200 m. Mindestabstände konnten nicht überall eingehalten werden. In Mannheim waren viele Geschäfte laut Polizeiangaben nicht auf den Kundenansturm vorbereitet. Zwei Schnellrestaurants in der Innenstadt mussten zeitweise geschlossen werden, um die Anzahl an Kunden in den Geschäften zu reduzieren.

Auch aus anderen Städten wurde von extrem hoher Frequenz in den Einkaufsstraßen berichtet. In Bielefeld wurden Menschen per Radioaufruf gebeten, nicht mehr in die Innenstadt zu kommen. Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamts mussten für die notwendigen Abstände in den Warteschlangen sorgen.

Großen Besucherandrang gab es auch in Köln. Laut WDR hat es so viele Menschen auf so engem Raum in der Kölner Innenstadt seit Beginn des Teil-Lockdowns nicht mehr gegeben. Einige Einkaufscenter verhängten zeitweise Einlass-Stopps.

Der erste Adventssamstag verlief hingegen vielerorts deutlich ruhiger als gewohnt. Laut Handelsverband NRW gaben bei einer Umfrage unter rund 250 Mitgliedern etwa 40% an, dass nur bis zu 40% der Kunden des Vorjahres gekommen seien. Bei vielen Händlern sei am Black Friday wesentlich mehr los gewesen als am 1. Adventssamstag. „Die aktuellen Vorsichtsmaßnahmen haben dem 1. Adventssamstag einen erheblichen Frequenz- und Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr gebracht“, resümiert Karin Eksen, Geschäftsführerin des Handelsverbandes NRW Westfalen-Münsterland. Gerade Orte, die normalerweise attraktive Weihnachtsmärkte und ein vielseitiges gastronomisches Angebot haben, bedauerten das Fehlen der Weihnachtsmarkt-Touristen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sagte am Morgen des 28. November im Deutschlandfunk mit Blick auf den Andrang am Freitag, man müsse sich auf das „Einkaufsgeschehen“ im Advent  einstellen. „Den Einzelhandel in unseren Innenstädten ganz zu ruinieren, kann ja auch nicht das Ziel sein.“

 
Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Petra Steinke / 30.11.2020 - 09:31 Uhr

Weitere Nachrichten