Unterstützung für Schuhhandel

Bundesregierung beschließt staatliche Hilfen

Die Bundesregierung hat Ende November zwei Hilfen beschlossen, von denen laut dem Handelsverband Schuhe (BDSE) insbesondere zahlreiche Schuh- und Bekleidungshäuser profitieren werden.

 

Das sind die beschlossenen Maßnahmen:

  • Überbrückungshilfe – Durch die Erleichterung der Zugangsbedingungen kann jetzt, anders als bisher, ein größerer Kreis von Schuh- und Modehändlern die Überbrückungshilfe in Anspruch nehmen. Antragsberechtigt sind nun Unternehmen mit entweder einem Umsatzeinbruch von mindestens 50% in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber Vorjahr oder mit einem Umsatzrückgang von mindestens 30% im Durchschnitt der Monate April bis Dezember 2020 im Vergleich zu 2019.
    Antragsberechtigte Unternehmen, die  entweder im November oder im Dezember oder an beiden Monaten einen Umsatzeinbruch von mindestens 40% im Vergleich zu den Vorjahres­monaten erlitten haben und keine außerordentliche Wirtschaftshilfe (sog. „Novemberhilfe“ bzw. „Dezemberhilfe“) erhalten, können eine Förderung im Rahmen der förderfähigen Maßnahmen der Überbrückungshilfe III für den bzw. die entsprechenden Monate (November und/oder Dezember) beantragen.
  • Innenstadt-Unterstützung – Der Bundestag hat in einem ersten Schritt 25 Millionen Euro für Konzepte zur Zukunft der Innenstädte bereitgestellt. Die Einzelhandelsverbände fordern aktuell einen insgesamt 500 Mio. Euro umfassenden Innenstadtfonds, der zur Aufwertung und Attraktivitätsverbesserung der Innenstädte dient, das Umfeld für den dortigen Einzelhandel deutlich verbessern und wieder mehr Kunden in die City bringen soll.

Darüber hinaus kommt das bereits im November 2019 vom Kabinett beschlossene Plastiktüten-Verbot jetzt deutlich später! Anstatt der ursprünglich geplanten „Aufbrauchfrist“ von sechs Monaten tritt das Verbot erst Ende 2021 in Kraft. Dadurch erhalten auch die Schuhhäuser deutlich mehr Zeit, um Restbestände abzubauen, wie vom BDSE gefordert. Die sowohl ökologisch als auch ökonomisch unsinnige Entsorgung von Mrd. Plastiktüten werde damit deutlich reduziert, teilt der Verband mit.

Der Schuheinzelhandel verfüge mit dem HDE über eine zielführende und erfolgreiche Interessenvertretung in Berlin, der vom BDSE in seinen Bemühungen speziell bei schuhrelevanten Themenstellungen tatkräftig unterstützt wird, heißt es weiter. Finanziert werde diese Arbeit über die Mitgliedsbeiträge der Einzelhandelsverbände. Der BDSE freue sich daher über jedes Schuhhaus, das Mitglied in seinem regionalen Einzelhandelsverband sei oder werde und damit die künftige Arbeit der Einzelhandelsorganisation unterstütze. „Gerade in diesen Zeiten ist eine schlagkräftige und finanziell wie personell gut ausgestattete Interessenvertretung dringend geboten“, teilt der Verband mit.

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Helge Neumann / 02.12.2020 - 15:28 Uhr

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