Corona-Krise

Chanel verzichtet auf staatliche Hilfe

Der Luxusmodekonzern Chanel wird aus „nationaler Solidarität“ keine staatlichen Hilfen in Anspruch nehmen. Das Unternehmen will alle Löhne für die Mitarbeiter in Frankreich in voller Höhe weiterzahlen.

Chanel habe sich entschieden, angesichts der weltweiten Gesundheits- und Wirtschaftskrise keine finanziellen Hilfen des französischen Staates in Anspruch zu nehmen, teilt das Unternehmen auf seiner Website mit. Vielmehr verpflichte sich Chanel, bis zum 8. Mai die Löhne aller 8.500 Mitarbeiter in Frankreich zu 100% weiterzuzahlen. Das Unternehmen will mit dieser Entscheidung dem französischen Staat ermöglichen, tatsächlich hilfsbedürftigen Unternehmen zu helfen. Chanel handle aus „nationaler Solidarität“. „Diese Entscheidung ist Teil unseres Solidaritätsplans. Denn der französische Staat wird andere Prioritäten haben. Er muss Unternehmen in Schwierigkeiten zu Hilfe kommen“, so Bruno Pawlowski, Präsident von Chanel SAS, gegenüber der Tageszeitung Le Monde. 

Darüber hinaus spendet Chanel 1,2 Mio. Euro für die Mitarbeiter in Krankenhäusern, die „seit Beginn der Pandemie an vorderster Front stehen“, so der Luxusanbieter. Zudem seien 50.000 Schutzmasken, die sich im Besitz von Chanel befunden haben, an Feuerwehren, Polizei und Krankenhäuser gespendet worden. Darüber hinaus werde man in Kürze mit der Produktion von weiteren Masken und Schutzanzügen beginnen. 

Helge Neumann / 01.04.2020 - 12:39 Uhr

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