„Lage erlaubt uns nicht, Maßnahmen zu lockern“

Corona-Gipfel: Das kommt auf den Handel zu

Leere Innenstädte? Corona bereitet vielen Händlern massive Schwierigkeiten. (Foto: Unsplash/Philipp_Deus)
Leere Innenstädte? Corona bereitet vielen Händlern massive Schwierigkeiten. (Foto: Unsplash/Philipp_Deus)

In der Videoschalte zwischen Bund und Ländern haben sich die Teilnehmenden auf strengere Beschränkungen für den Einzelhandel geeinigt. Der HDE beurteilt die Entscheidungen als „kontraproduktiv“.

Wie während einer Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs am Abend des 25. Novemer bekannt gegeben wurde, darf sich künftig pro 20 qm Fläche nur je ein Kunde in einem Geschäft aufhalten. Diese Regelung soll für Läden ab einer Größe von 800 qm gelten. In kleineren und mittleren Geschäften bis 800 qm soll je 10 qm ein Kunde erlaubt sein. 

Im öffentlichen Raum soll die Maskenpflicht verschärft werden; dies gilt laut dem Beschluss von Bundesregierung und den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten für Innenstädte und andere Bereiche mit viel Publikumsverkehr. So sollen vor Einzelhandelsgeschäften sowie auf entsprechenden Parkplätzen künftig Masken getragen werden. 

„Die aktuelle Lage erlaubt es uns nicht, die Maßnahmen zu locken“, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel während einer Pressekonferenz am Abend des 25. November.
Die neuen Regelungen gelten zunächst bis zum 20. Dezember, werden aber wahrscheinlich bis Anfang 2021 verlängert. 
 

HDE: November-Maßnahmen hätten beibehalten werden sollen

Der Handelsverband Deutschland reagiert umgehend auf die neuen Maßnahmen. Und zeigt sich enttäuscht: „Es gibt keinen sachlichen Grund, unterschiedliche Regelungen für Verkaufsflächen über und unter 800 qm zu erlassen. Die Hygienekonzepte im Einzelhandel haben sich sowohl in kleinen wie auch in den größeren Räumlichkeiten von Geschäften, Supermärkten, Kaufhäusern und Einkaufszentren bewährt. Die neue Regelung könnte auch kontraproduktiv sein, wenn sich Warteschlangen vor den Geschäften und in den Innenstädten bilden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Eine solche Regelung stünde zudem auch juristisch auf sehr unsicherem Boden. 
Zwar seien die jüngsten Entscheidungen besser als die ursprünglich vorgesehene, generelle Zugangsbegrenzung von einem Kunden pro 25 qm. Es wäre jedoch besser, die bereits den gesamten November geltende Vorgabe von 10 qm Verkaufsfläche pro Kunde für alle Einzelhändler durchgehend beizubehalten. 

Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Laura Klesper / 26.11.2020 - 09:20 Uhr

Weitere Nachrichten

SABU-Vorstandssprecher Ulrich Rau in Berlin (Foto: Redaktion)

SABU: „Schwierige 20 Monate“

Generalversammlung in Berlin

Mit einigen Monaten Verspätung fand am 23. Oktober die ursprünglich für den Juni geplante Generalversammlung der SABU Schuh Verbund eG in Berlin statt. Im Fokus standen die Entwicklungen im Corona-Jahr 2020 – und ein besorgter Blick in die Zukunft. 

Seit rund vier Jahren betreiben Alexander und Dorina Körner das Schuhhaus „Schuhe Körner“ in Bruchsal. (Foto: Schuhe Körner)

Mit Kuration und Nähe

Schuhe Körner in Bruchsal

Nach mehreren internationalen Stationen als Filialleiter baute sich Alexander Körner gemeinsam mit seiner Frau Dorina in Bruchsal ein eigenes kleines Schuhhaus auf. Manches verlief zunächst anders als geplant, doch heute entspricht der Laden ganz den Vorstellungen des Gründerpaares.