Studie des BEVH

Corona-Krise: Onlineumsätze mit Schuhen gehen zurück

Online sind die Umsätze mit Schuhen im ersten Quartal gesunken. (Foto: Zalando)
Online sind die Umsätze mit Schuhen im ersten Quartal gesunken. (Foto: Zalando)

Der E-Commerce ist im März 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen. Auch für die Kategorie Schuhe wurde ein Umsatzminus verzeichnet.

Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel (BEVH) stagnierte der Onlinehandel im ersten Quartal. Zwischen Januar und März wurde lediglich ein geringes Plus in Höhe von 1,5% verzeichnet. Im Vorjahresquartal hatte der BEVH noch ein Plus von 11,2% registriert. Der Umsatz lag bei insgesamt 16,5 Mrd. Euro. 

Mode-Umsatz stürzt ab

Im Januar und Februar konnten die E-Commerce-Umsätze noch um 8,8% auf 12,9 Mrd. Euro. zulegen. Zahlreiche Kategorien zeigten sich nach jahrelangem Wachstum laut BEVH ungebremst mit über 10% im Plus. Im März brach dann der Umsatz über alle Kategorien hinweg um 18,1% ein. Das Bekleidungssegment stürzte sogar um mehr als 35% ab. Unterhaltungselektronik zeigte ein Minus von 20,9%, Computer und Zubehör verzeichnete trotz der Ausgaben für Homeoffice-Lösungen einen Rückgang um 22,7%. „E-Commerce ist heute ein normaler Einkaufskanal. Deshalb wirkt sich solch eine Krise in der Konsumstimmung voll auf unsere Branche aus. Die Behauptung, der E-Commerce würde pauschal als ’Gewinner’ aus der Corona-Pandemie hervorgehen, ist schlicht falsch“, so Gero Furchheim, Präsident des BEVH. „Richtig ist aber, dass die Chancen des E-Commerce für die Versorgung der Kunden und die Geschäftsmodelle des Einzelhandels neu erlebt werden.“

Online-Umsatz mit Schuhen geht zurück

Im ersten Quartal wurde nach Angaben des BEVH online Bekleidung im Wert von 3,05 Mrd. Euro gekauft. Das entspricht einem Rückgang um 2,7% gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Bereich Schuhe erwirtschaftete einen Online-Umsatz von 1,02 Mrd. Euro. Auch hier lag die Veränderung bei -2,7% gegenüber dem Vorjahr.

In der Betrachtung der Versendertypen fällt auf, dass vor allem die Onlineshops der stationären Händler mit einem Minus in Höhe von 9,5% die größten Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Dagegen konnten die Online-Marktplätze um 4,9% zulegen. Die Internet Pure-Player legten ebenfalls um 4,9% zu.

BEVH fordert Click & Collect für alle

Zusätzlich zu den wöchentlich erhobenen Konsumenten-Informationen hat der BEVH seit Anfang März regelmäßig seine Mitglieder nach der Geschäftslage befragt. Erst in den letzten Märztagen, die in der Konsumentenbefragung nicht mehr erfasst werden konnten, habe sich eine Belebung der Nachfrage gezeigt, die den aufgelaufenen Umsatzverlust jedoch bei weitem nicht wettmachen könne. „Die Nachfrage zieht an, und dieses positive Signal muss auch in den stationären Handel zurückgeführt werden. Deshalb braucht es jetzt einheitliche Genehmigungen von kontaktlosem Click & Collect - die kontaktlose und sichere Übergabe von telefonisch oder im Internet bestellten Waren. Dieses Konzept könnte jetzt, zusätzlich zum Onlinehandel, einen Beitrag für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und die Existenzsicherung stationärer Ladengeschäfte leisten und muss zwingend Teil einer zukünftigen Exit-Strategie sein. Die Läden sind voll mit Waren, und Saisonartikel sind kurzfristig vom Wertverfall bedroht“, so Gero Furchheim. 

Helge Neumann / 07.04.2020 - 11:00 Uhr

Weitere Nachrichten

Buffalo x Marina Hoermanseder setzen auf die markanten Designs beider Labels. (Foto: Buffalo)

Buffalo launcht vegane Schuhmodelle

Kooperation

Die Modelle, die in Zusammenarbeit mit der Designerin Marina Hoermanseder entstanden sind, werden laut dem Schuhhersteller Buffalo aus Materialien gefertigt, die von der Tierschutzorganisation Peta als vegan eingestuft werden.