Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie

Coronavirus: HDS/L rät zu Vorsichtsmaßnahmen

Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) (Grafik: HDS/L)
Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) (Grafik: HDS/L)

Der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) hat auf schuhkurier-Anfrage eine Einschätzung der aktuellen Coronavirus-Pandemie abgegeben. Man beobachte die aktuellen Entwicklungen sehr genau, heißt es seitens des Industrieverbands. 

„China ist nach wie vor weltweit das wichtigste Produktionsland von Schuhen und Lederwaren. Im ersten Halbjahr 2019 kam etwa die Hälfte der nach Deutschland importierten Schuhe aus China. Bei Lederwaren betrug der Anteil des Warenwertes mit Ursprung China an allen nach Deutschland importierten Lederwaren 42%“, so der HDS/L in seinem Statement. Dies mache deutlich, dass China von elementarer Bedeutung für die Branche sei.

„Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen sehr genau. Allein mit der Absage von Flügen sind Geschäftskontakte betroffen, was erste Einschränkungen darstellt. Einzelne Mitgliedsunternehmen haben angeordnet, Dienstreisen nach China auf das Nötigste zu reduzieren“, so der HDS/L weiter.

Man habe die Mitgliedsunternehmen in der vergangenen Woche über die arbeitsrechtlichen Folgen einer Pandemie informiert. Auch bei Besuchern aus China seien aus Sicht des HDS/L besondere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. „Es ist zu erwarten, dass der Ausbruch des Coronavirus in der Frühlingsfestperiode den Binnenkonsum in China negativ beeinflussen wird. Das Virus hat kurzfristig noch keine Auswirkungen auf das Sourcing.“

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Petra Steinke / 05.02.2020 - 09:54 Uhr

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