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Das plant Shoepassion

Björn Henning, CEO von Shoepassion (Foto: Shoepassion)
Björn Henning, CEO von Shoepassion (Foto: Shoepassion)

Shoepassion verzeichne seit April steigende Umsätze, berichtet Björn Henning. Der CEO will das Berliner Schuhunternehmen zur Plattform weiterentwickeln.

Das Berliner Schuhunternehmen Shoepassion verzeichnet während der Corona-Pandemie nach eigenen Angaben steigende Umsätze. Im Zeitraum April bis August 2020 seien die Einnahmen Monat für Monat zweistellig gewachsen. Dabei hätten das Virus und die damit verbundenen staatlichen Präventivmaßnahmen Shoepassion wie alle Marktteilnehmer im Frühjahr 2020 mit voller Wucht getroffen. Alle neun Ladengeschäfte mussten über Nacht geschlossen werden, zudem sei der Online-Umsatz durch die schlagartig fallende Konsumlaune drastisch eingebrochen. „Unsere digitale DNA half uns in dieser Zeit enorm“, blickt CEO-Björn Henning zurück. „Unser Office-Team arbeitete nahtlos von zuhause weiter, die entsprechende Infrastruktur war vorhanden und wir konnten unsere strategischen Projekte kontinuierlich vorantreiben“. Doch auch für Shoepassion sei der Moment des Lockdowns ein denkbar ungünstiger gewesen, denn die Lager waren gerade mit der neuen Kollektion frisch gefüllt. „Es war eine mehr als herausfordernde Situation, aber wir konnten uns mit unseren Lieferanten und Vermietern auf faire Konditionen einigen. Das hat uns über das Frühjahr gebracht“, resümiert Henning. Nach Lockerung der Corona-Beschränkungen habe der Umsatz dann rasch wieder angezogen, sagt der 37-Jährigen. „Unsere klare Fokussierung auf Qualität und Nachhaltigkeit macht sich jetzt bezahlt, da durch die Corona Krise diese Werte nun noch intensiver durch die Kunden wahrgenommen werden.“

Sneaker-Kollektion wird ausgebaut

Dieser Fokussierung folgend treibt Shoepassion nach eigenen Angaben den Ausbau, sowohl seiner Eigenmarken „Made in EU“ als auch den Transformationsprozess hin zur Premium Plattform, voran. Zum Oktober soll der Start einer spanischen Damenschuhmarke erfolgen, die es in dieser Angebotsvielfalt exklusiv nur auf Shoepassion.de geben soll. Das Ziel sei es, Shoepassion zum Anlaufpunkt für Hidden Champions im Schuhmarkt zu machen, die sich wiederum mit den Werten und Prinzipien des Unternehmens identifizieren können, teilt das Unternehmen mit. Parallel dazu wurde in diesem Jahr die eigene Sneaker- und Lifestylebrand Berlin N91 gelauncht, deren Startkollektion alle Absatzerwartungen übertroffen habe und damit den erfolgreichen Ausbau des Casual- und Freizeitsegment untermauere. Noch im Herbst sollen hier die ersten rein veganen und in der EU gefertigten Sneaker ihren Markteintritt feiern

Shoepassion feiert 10-jähriges Bestehen

Nachdem das neue digitale Schuhvermessungssystem Shoepassion ID Anfang August seine Premiere online feierte, wird bis Ende September das Scanner-System auf alle Stores von Shoepassion ausgerollt. „Shoepassion ID vertieft die Digitalisierung unserer Verkaufsprozesse im Retail. Wir versprechen uns hier eine höhere Kundenzufriedenheit, noch weniger Online-Retouren, eine geringere Kapitalbindung und natürlich mehr Umsatz“, formuliert Björn Henning die an Shoepassion ID geknüpften Hoffnungen. „Ein Jahr wie 2020 hat sicherlich noch kein Unternehmer erlebt, aber durch unseren hohen Digitalisierungsrad, dem schlagkräftigen Shoepassion-Team und unserem Willen zur Transformation, gepaart mit unseren starken und aufregenden Eigenmarken, sind wir gut durch die Krise gekommen und blicken positiv in die Zukunft“, zieht Henning das Fazit für das Berliner Schuhunternehmen, das zudem in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag feiert – Corona-bedingt wurden hier die Feierlichkeiten auf den Oktober verschoben. 

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Helge Neumann / 16.09.2020 - 09:49 Uhr

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