Fashion Cloud

Drei Fragen an: René Schnellen

René Schnellen, Mitgründer und Geschäftsführer von Fashion Cloud (Foto: Fashion Cloud)
René Schnellen, Mitgründer und Geschäftsführer von Fashion Cloud (Foto: Fashion Cloud)

Expo Riva Schuh, Pitti Uomo, Premium – zahlreiche Messen wurden bereits abgesagt. Was bedeutet das für digitale Orderplattformen? schuhkurier sprach mit René Schnellen von Fashion Cloud.

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Nachfrage bei Fashion Cloud aus?

Mit der Corona-Krise hat unser Content-Bereich der Web-Plattform einen regelrechten Ansturm erlebt. Über diesen Bereich der Plattform teilen mehr als 400 Brands mit über 10.000 Händlern Produktdaten und Marketingmaterialien. Viele dieser Händler sind durch die Corona-Krise gezwungen, ihren Online-Auftritt aufzubauen oder zu optimieren. Wichtig dabei: aktueller und hochwertiger Content für Social Media, Webshops und Co. Deshalb hat sich das Downloadvolumen von Produktdaten und Marketingmaterialien auf unserer Plattform seit dem Shutdown im Vergleich zum Vorjahr versechsfacht. Auch die Nachfrage nach automatischen Integrationen von Produktdaten über unsere Plattform in Webshops ist gestiegen. Auf Lieferantenseite beobachten wir eine gesteigerte Bereitschaft, Daten zu teilen. So haben einige Marken erstmalig E-commerce-fähige Daten über unsere Plattform bereitgestellt. Um unsere weiteren digitalen Lösungen zur Order war es die letzten Wochen weitestgehend ruhig. Seit der Öffnung mancher Läden sehen wir aber wieder vermehrt Einzelnachbestellungen über die Clara-App.

Wird die aktuelle Situation dem Thema „digitale Order“ einen richtigen Schub geben?

Ich denke das Jahr 2020 wird vornehmlich digital stattfinden, deshalb wird die digitale Order nun viel schneller Akzeptanz in der Branche gewinnen. Viele Messen sind bereits abgesagt und auch Termine im Showroom werden weniger bzw. anders aussehen als zuvor. Deshalb sehen wir schon jetzt wie Lieferanten und Händler auf uns zukommen und nach Möglichkeiten suchen, ihre Kollektion und Order-Prozesse digital abzubilden.

Was kann Fashion Cloud Marken und Einkäufern mit Blick auf die kommende Orderrunde bieten?

Seit Anfang dieses Jahres ist der Order-Bereich auf unserer Web-Plattform für alle Händler zugänglich und ermöglicht die digitale Order. Während der Bereich bisher primär auf Nachorder ausgelegt war, arbeiten wir gerade an der Optimierung für Vororder-Prozesse. Zudem fokussieren wir uns darauf, alle Brands, die bereits zugesagt haben, auf unserer Plattform verfügbar zu machen. Zusätzlich sorgt die Verkäufer-App Clara für mehr Flexibilität auf Händlerseite. Clara ermöglicht die direkte Nachbestellung auf der Verkaufsfläche in einer Out-Of-Stock Situation. Ideal für die derzeitige Situation, in der Lagerbestände eher klein gehalten werden, aber jeder Verkauf zählt. Mit wenig Aufwand und kaum Investitionen - die App ist kostenfrei für Händler – kann so schnell bei Marken nachbestellt werden.

Mehr über die Premiere der Digital Fashion Week von Fashion Cloud lesen Sie hier.

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Helge Neumann / 06.05.2020 - 11:02 Uhr

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