Corona-Krise

Esprit beantragt Schutzschirmverfahren

Der Modekonzern Esprit hat für die deutschen Tochtergesellschaften ein Schutzschirmverfahren angemeldet. Der Geschäftsbetrieb soll fortgesetzt werden.

Nach Angaben des Esprit-Konzerns wurde der Rechtsanwalt Dr. Biner Bähr von der Düsseldorfer Kanzlei White & Case als Sachverwalter eingesetzt. Die Anmeldung eines so genannten Schutzschirmverfahrens seit ein proaktiver Schritt, um die Liquidität und Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten und den Geschäftsbetrieb sicher zu stellen, teilte Esprit mit. Die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hatten zu massiven Umsatzeinbußen geführt, hieß es weiter. Nun soll in den kommenden Wochen ein Restrukturierungsplan für das Unternehmen erarbeitet werden. Unter anderem sollen die langfristigen Mietverträge der Esprit-Stores „neu strukturiert“ werden. 

Der Esprit-Konzern war bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. So war der Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/2020 (Stichtag 31.12.) um rund 15% auf 680 Mio. Euro zurückgegangen. Vor Steuern musste das Unternehmen einen Verlust in Höhe von 39 Mio. Euro verbuchen. 

Helge Neumann / 27.03.2020 - 18:42 Uhr

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