Modekonzern

Esprit nimmt wichtige Hürde

Esprit ist ein wichtiger Schritt zur Sanierung seines Geschäfts in Deutschland gelungen: In sechs Gläubigerversammlungen stimmten die Gläubiger einstimmig einer uneingeschränkten Fortführung des Geschäftsbetriebs zu.

In den Gläubigerversammlungen wurde über sechs deutschen Konzerngesellschaften abgestimmt, über deren Vermögen durch Beschlüsse des Amtsgerichts Düsseldorf vom 1. Juli 2020 jeweils Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden sind.

Infolge der Covid-19-Pandemie und der damit verbundenen Schließung aller Ladenlokale in Deutschland hatte sich die Geschäftsleitung von Esprit Ende März 2020 sehr frühzeitig und vorausschauend dazu entschlossen, Schutzschirmverfahren einzuleiten. Zusammen mit dem neu bestellten Generalbevollmächtigen, Rechtsanwalt Detlef Specovius aus der Kanzlei Schultze & Braun, sowie einem Team aus der Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek unter Führung der beiden Partner Prof. Dr. Georg Streit und Dr. Marc Scheunemann wurde sodann ein umfangreiches Restrukturierungskonzept entworfen und umgesetzt. Ziel ist es, Esprit im Rahmen von Insolvenzplanverfahren noch im Herbst dieses Jahres vollständig zu entschulden. Die letzten Arbeiten an den Insolvenzplänen werden derzeit vorgenommen.

„Insgesamt sind wir auf einem sehr guten Weg und genau im Zeitplan“, so der Sachwalter  Dr. Biner Bähr. „Die letzten Wochen und Monate waren für alle Beteiligten herausfordernd. Wir haben aber eine klare Vorstellung, wie Esprit in Zukunft wieder profitabel arbeiten kann. Alle ziehen an einem Strang.“ Anders Kristiansen, CEO von Esprit, ergänzt: „Wie bei vielen in unserer Branche hat die Pandemie aufgrund vorübergehender Ladenschließungen und Veränderungen in der Stimmung unserer Konsumenten großen Einfluss auf unsere Umsätze. Der proaktive Einstieg in das Schutzschirmverfahren wird es uns ermöglichen, dass Esprit als Marke und Unternehmen erhalten bleibt. Das Team und ich freuen uns über die kontinuierlichen Fortschritte, die wir mit der großen Unterstützung unseres Generalbevollmächtigen, unserer Berater und von White & Case erzielen.“

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Helge Neumann / 21.08.2020 - 12:22 Uhr

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