Content-Plattform

Fashion Cloud und Katag fordern mehr Austausch von Content

Fashion Cloud: B2B-Plattform für Digitalisierung in der Modebranche (Foto: Fashion Cloud)
Fashion Cloud: B2B-Plattform für Digitalisierung in der Modebranche (Foto: Fashion Cloud)

Das Downloadvolumen von Content auf der Webplattform von Fashion Cloud ist nach Angaben des Unternehmens um 500% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Fashion Cloud, Katag und Modehaus.de fordern eine enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel durch einen aktiven Austausch von Content.

Viele Händler arbeiten nach Einschätzung von Fashion Clour derzeit daran, ihren Online-Auftritt aufzubauen oder zu optimieren.​ Dies erfordere u.a. hochwertiges Bildmaterial.​ Mehr als 400 Brands teilen auf der Plattform von Fashion Cloud laut dem Unternehmen ihren Content mit über 30.000 POS (10.000 Händler) aus 90 Nationen. Seit Beginn des Shutdowns haben sich, so Fashion Cloud, die Downloadzahlen über die Plattform im Vergleich zum Vorjahr mehr als versechsfacht.

Zudem würden verstärkt Schnittstellen für E-Commerce-Lösungen angefragt. Diese ermöglichten die automatische Integration von Produktdaten in Webshops. Unternehmen wie Modehaus.de, welche einfach einzurichtende E-Commerce Lösungen für Händler anbieten, sind für viele Händler derzeit unverzichtbar, heißt es seitens Fashion Cloud. „Solche Anbieter können kleine und mittelständische Händler unterstützen, verloren gegangene Umsätze zu kompensieren”, fasst Knut Brokelmann, Vorstand der Katag AG, zusammen.

„Wir helfen gerade vielen Händlern dabei, mit dem Einsatz von digitalen Lösungen durch die Krise zu kommen”, berichtet Ole Grave, Geschäftsführer von Modehaus.de. Durch die aktuelle Situation sei das Netzwerk in den letzten Wochen auch weiterhin kräftig gewachsen. „Es sind bald 90 Partnerunternehmen mit über 450 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die wir in den digitalen Themen inzwischen betreuen.“

Dementsprechend zeige sich auch auf Lieferantenseite eine positive Entwicklung: Viele Brands geben derzeit die Rechte zur Nutzung ihres Contents frei und stellen erstmals ihre Produktdaten zur Nutzung für E-Commerce-Zwecke zur Verfügung, darunter u.a. Betty Barclay, Marc Cain und Cinque. Darüber hinaus teilen laut Fashion Cloud zahlreiche Lieferanten mehr Datenattribute und stellen eine höhere Fotoqualität auf Fashion Cloud zur Verfügung.

Daher appellieren Fashion Cloud, Modehaus.de und Katag an Brands weiterhin verstärkt ihren Content zu teilen und an Händler sich für neue, digitale Vertriebswege zu öffnen. „Auch wenn der Shutdown nun gelockert wird, behalten digitale Kanäle ihre Relevanz. Um diese professionell zu gestalten, benötigt es eine gute Zusammenarbeit zwischen Handel und Industrie. Dazu gehört ein effizienter Austausch an (Produkt-)Daten”, so René Schnellen, Mitgründer von Fashion Cloud. Holger Wellner, Geschäftsführer Modehaus.de, erklärt: „Viele Händler sind zurzeit auf gute Produktdaten angewiesen, da sie selbst keine Kapazitäten haben, diese zu erstellen. Es braucht deshalb die Kooperation und Solidarität von Marken.“

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Petra Steinke / 22.04.2020 - 09:37 Uhr

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