Belgien

FNG Group beantragt Schutzschirmverfahren

Das belgische Schuh- und Modeunternehmen FNG Group hat am 22. Juni ein Schutzschirmverfahren beantragt. Unter anderem sollen 47 Filialen in Belgien geschlossen werden.

Die FNG Group will sich neu aufstellen. Vor diesem Hintergrund haben die Gesellschaften Brantano NV, FNG International NV und Market Retail Belgium beim zuständigen Gericht in Mechelen Gläubigerschutz beantragt. Der vorläufige Sanierungsplan des Unternehmens sieht unter anderem die Schließung von 47 Geschäften vor, darunter 30 Brantano-Flächen. Rund 290 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, das entspricht einem Viertel der FNG-Beschäftigten in Belgien. Die Schließungen sollen die Profitabilität des Unternehmens steigern und den Erhalt von möglichst vielen Arbeitsplätzen sichern, teilte die FNG Group mit. „Uns ist bewusst, dass diese Pläne unsere Mitarbeiter hart treffen. Die Maßnahmen sind schmerzhaft, aber notwendig, um neue finanzielle Möglichkeiten für unser Unternehmen zu erschließen und aktuelle und künftige Herausforderungen zu überstehen“, sagte Yves Polle, CEO der FNG Group. 

Die FNG Group hatte im vergangenen Jahr den Schuhanbieter Theo Henkelman aus den Niederlanden übernommen. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte die Gruppe einen Gesamtumsatz in Höhe von 489,3 Mio. Euro – musste aber zugleich einen Verlust in Höhe von 292 Mio. Euro verbuchen. 

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Helge Neumann / 23.06.2020 - 09:31 Uhr

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