Einzelhandel

Galeria Karstadt Kaufhof: Insolvenzverfahren beendet

Galeria Karstadt Kaufhof hatte am 1. April Insolvenz angemeldet. Am 30. September wurde das Verfahren aufgehoben.

Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur wurde das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) aufgehoben. Damit ist der Weg für einen Neustart des Warenhaus-Unternehmens frei. Mitte Juni kündigte GKK im Rahmen seiner Sanierungspläne die Schließung von 62 der 172 Warenhäuser an. Nachträglich konnten jedoch Lösungen für zahlreiche Standorte gefunden werden, so wurden zuletzt zwei Filialen in Hamburg durch Verhandlungen mit den Vermietern „gerettet“. Nach aktuellem Stand bleiben rund 130 Häuser erhalten. 

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof, ein Tochterunternehmen der österreichischen Signa-Gruppe, war im Zuge der Corona-Krise ins Schlingern geraten. Durch die angeordneten Ladenschließungen im März und April hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben pro Woche mehr als 80 Mio. Euro Umsatz verloren. Anfang September stimmten die Gläubiger dem Rettungsplan zu. Nach den Plänen der Geschäftsführung soll sich GKK künftig zum „vernetzten Marktplatz der Zukunft“ entwickeln. Der Nachholbedarf des Warenhausriesen im Online-Handel ist jedoch groß. Laut Medienberichten liegt der Onlinenanteil am Gesamtumsatz aktuell bei unter 5%. 

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Helge Neumann / 30.09.2020 - 13:11 Uhr

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