Corona-Krise

Galeria Karstadt Kaufhof setzt Mietzahlungen aus

Galeria Karstadt Kaufhof stoppt fällige Mietzahlungen. Der Warenhauskonzern will laut Medienberichten sogar die bereits gezahlte März-Miete teilweise zurückfordern.

Nach Adidas und Deichmann wird auch Galeria Karstadt Kaufhof vorerst keine Miete mehr zahlen. Das berichtet unter anderem „Der Spiegel“. Das Nachrichtenmagazin zitiert aus einem Brief des Unternehmens an die Vermieter. Demnach bleibe Galeria Karstadt Kaufhof „keine andere andere Wahl“ als die Mietzahlungen auszusetzen. Dies gelte für den Zeitraum April bis Juni. Man behalte sich zudem vor, die bereits gezahlte März-Miete sowie vorausgezahlte Nebenkosten mindestens zur Hälfte zurückzufordern. Der Betrieb auf den vermieteten Flächen sei derzeit nicht möglich, daher entfalle der Anspruch auf Gegenleistung, heißt es in dem Schreiben der Geschäftsführung von Galeria Karstadt Kaufhof an die Vermieter. Zudem würden auch Lieferanten nicht mehr oder nur zeitverzögert bezahlt. Es sei „alles storniert“. 

Darüber hinaus hat das Tochterunternehmen der österreichischen Signa nun auch für die Mitarbeiter in der Zentrale Kurzarbeit beantragt. Bereits zuvor war dies für die Mitarbeiter in den Filialen geschehen. Um kurzfristig die Liquidität zu sichern, hat Galeria Karstadt Kaufhof außerdem Staatshilfe beantragt. Jede Woche verliere das Unternehmen 80 Mio. Euro, heißt es in dem Bericht von „Der Spiegel“. Aktuell würden es jedoch die Geschäftsbanken ablehnen, 10% des Risikos für den KfW-Kredit zu übernehmen.

Helge Neumann / 01.04.2020 - 10:35 Uhr

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