Gespräche mit Vermietern stocken

Geox leidet unter Umsatzverlusten

Mario Moretti Polegato (Foto: Federico Guida)
Mario Moretti Polegato (Foto: Federico Guida)

Die Erlöse von Geox sind im Oktober und November wieder stärker gesunken. Die italienische Schuhmarke rechnet für das Gesamtjahr mit einem hohen Umsatzminus.

Die zweite Welle der Corona-Pandemie macht Geox zu schaffen. Der Umsatz der Schuhmarke ist im Oktober und in der ersten Novemberwoche flächenbereinigt um 30% gesunken. Für die kommenden Wochen bis zum Jahresende rechnet das Unternehmen aus Italien mit keiner wesentlichen Verbesserung der Lage. „Die Tendenz ist eindeutig. Dennoch bleibt die Umsatzentwicklung von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab“, teilt Geox mit. Im dritten Quartal hatte die Schuhmarke noch eine leichte Erholung der Umsätze verzeichnen können. Zwischen Juli und September belief sich das Minus auf „nur“ 23,7%. 

In den neun Monaten des Jahres 2020 ist der Umsatz von Geox auf 429,8 Mio. Euro gesunken, Das entspricht einem Rückgang um 33,2% im Vergleich zum Vorjahr. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation treibt das Unternehmen die Resttrukturierung des Store-Netzwerks weiter voran. Per Ende September gab es weltweit 891 Geox-Shops – 103 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Geox betreibt 420 Stores in Eigenregie.

Im Sommer hatte Geox angekündigt, Mietzahlungen einzubehalten und Verhandlungen mit Vermietern über eine Umsatzmiete zu starten. Aktuell hat Geox Mieten in Höhe von 14 Mio. Euro nicht gezahlt. Zudem gestalten sich die Gespräch mit den Vermietern „herausfordernd“.

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Helge Neumann / 16.11.2020 - 09:32 Uhr

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