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GMS Verbund verhandelt Umsatzmieten

Dr. Karsten Niehus, Thomas Schulte-Huermann (Foto: GMS)
Dr. Karsten Niehus, Thomas Schulte-Huermann (Foto: GMS)

Die Verbundgruppe GMS bietet ihren Händlern an, direkt mit deren Vermietern über eine Anpassung der Mietkosten zu verhandeln.

Vielen Fachhändlern sei es aufgrund eigener Bemühungen oder mit Hilfe von GMS gelungen, ihren Vermieter zur Aussetzung der Miete aufgrund des mit dem Shutdown einhergehenden 100% Umsatzverlustes zu bewegen, teilt das Unternehmen aus Köln mit. Dabei sei häufig die Miete für die Dauer von zwei bis drei Monaten dauerhaft erlassen oder zumindest eine erhebliche Reduktion vereinbart worden. Für den nachhaltigen Fortbestand der Geschäfte gehe es aber nicht nur um einige Monate, sondern um die nächsten Jahre, so GMS weiter. Der Markt müsse weiterhin mit schwacher Frequenz und reduzierten Umsätzen rechnen. In dieser Zeit müssten nicht nur Personalkosten angepasst werden, sondern ebenfalls die Miete. GMS unterstütze seine Händler daher und verhandle nach erteilter Vollmacht direkt mit deren Vermietern über eine Umsatzmiete während der Krise. GMS stimme dazu die individuelle Vorgehensweise zuvor mit den Händlern ab und übernehme dann im Auftrag die Verhandlungen.

 „Wenn ein Händler 20% weniger Umsatz erzielt, sollte er auch 20% weniger Miete zahlen“, so Thomas Schulte-Huermann. „Der Marktwert einer Immobilie mit Ladenlokal richtet sich nach der Frequenz. Und wenn diese abnimmt, muss auch die Miete angepasst werden“, ergänzt Dr. Karsten Niehus. Nachdem die Geschäfte in allen Ländern wieder geöffnet sind, zeige sich bei den GMS-Händlern ein heterogenes Bild. Während bei manchen die Umsätze zufriedenstellend seien, verzeichneten viele GMS-Händler Umsatzeinbußen von 30 bis 40%. Die Maskenpflicht und das schlechte Konsumklima führten zu einer entsprechenden Zurückhaltung der Kunden. Dabei sei auffällig, dass es keine eindeutigen Tendenzen für den Umsatzrückgang gebe. Spezialisten treffe es in der Regel weniger als Generalisten, Randlagen und ländliche Betriebe weniger als frequenzabhängige Innenstadtlagen.

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Helge Neumann / 22.05.2020 - 09:40 Uhr

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