Schuhhandel

Görtz fordert neues Mietmodell

Görtz-Geschäftsführer Frank Revermann (Foto: Redaktion)
Görtz-Geschäftsführer Frank Revermann (Foto: Redaktion)

Der Schuhhandel benötige flexiblere Mieten, ist Frank Revermann überzeugt. Der Geschäftsführer des Schuhfilialisten Görtz fordert ein umsatzabhängiges Modell.

Görtz hat bundesweit alle 180 Filialen wiedereröffnet. Auch wenn sich die Umsätze nach Wiedereröffnung der Filialen nur langsam entwickeln, setzt Görtz nach wie vor auf ein starkes Filialnetz. Mit der aktuellen Öffnung von Restaurants und Cafés werde das Leben wieder an Normalität gewinnen und Shopping auch wieder zum Erlebnis werden, teilt das Hamburger Unternehmen mit. Frank Revermann, Geschäftsführer für Vertrieb, Marketing, E-Commerce und Expansion, ist davon überzeugt, dass der stationäre Handel nicht nur die Innenstädte am Leben erhält, sondern auch ein entscheidender Erfolgsfaktor für das eigene Geschäft ist. „Es reicht nicht aus, nur im Bereich E-Commerce ’state of the art’ zu sein, ein starkes Filialnetz ist ebenso wichtig“, so Frank Revermann. Görtz setze daher auf die Verzahnung von Online- und Stationärgeschäft. Nach Ende des Lockdowns werde sich das Leben nach und nach wieder normalisieren: Menschen werden nicht nur noch Home Office machen und schwerpunktmäßig Supermärkte besuchen, teilt Görtz mit. Die Sehnsucht wieder etwas zu erleben werde sich durchsetzen. So zeigt sich Görtz überzeugt, dass dann auch der Spaß am Shopping wiederkommen wird und Kunden gern in die Filialen kommen werden.

Görtz: Appell an große Vermieter wegen zu hoher Mieten 

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise fordert Görtz eine „dringende“ Veränderung der Mieten. Neben Personal seien Mieten für Händler der höchste Kostenblock. Die aktuelle Pandemie und der damit verbundene Lockdown hätten viele Händler an die finanziellen Grenzen gebracht, einige sogar in die Insolvenz getrieben, heißt es seitens Görtz. Der Mieten-Markt müsse sich deshalb ändern und deutlich schneller auf Veränderungen reagieren. Denn Händler seien abhängig von Frequenzen, die sie nicht immer beeinflussen können.  „Es darf keine Mindestmieten geben. Stattdessen sollte es umsatzabhängige Mieten geben, die monatlich angepasst werden können. Mit einigen Vermietern haben wir bereits solche Vereinbarungen und das funktioniert gut. Schließlich hat kein Vermieter etwas davon, wenn seine Mieter zahlungsunfähig sind. Leerstände kommen Vermietern viel teurer zu stehen“, appelliert Frank Revermann insbesondere an große Vermieter.

 
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Helge Neumann / 20.05.2020 - 09:36 Uhr

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