Reisegepäck

Gründer übernehmen Horizn Studios

Horizn auf der ILM in Offenbach im Frühjahr 2019. (Foto: Messe Offenbach)
Horizn auf der ILM in Offenbach im Frühjahr 2019. (Foto: Messe Offenbach)

Der Reisegepäck-Spezialist Horizn Studios schließt seine Restrukturierung durch einen Asset Deal ab. Die Gründer übernehmen das Startup.

Die Gründer von Horizn Studios, Stefan Holwe und Jan Roosen, übernehmen zusammen mit einigen zuvor bereits beteiligten Privatinvestoren das insolvente Startup-Unternehmen. Dies teilt das Unternehmen mit. Die Management-Buyout-Transaktion beinhaltet eine Investitionssumme „im einstelligen Millionenbereich“. Mit dieser Finanzierung schließe Horizn Studios das im April begonnene Sanierungsverfahren ab.

Mit den gelockerten Reisebestimmungen steige auch die Nachfrage nach Gepäck und Accessoires zumindest online langsam wieder an. Als Online-Player könne Horizn Studios geschäftlich potenziell besser als traditionelle Reisegepäck-Marken durch die Krise gelangen und gegebenenfalls Marktanteile ausbauen. Auch profitiere das Unternehmen nun von seinem relativ starken Backpack-Sortiment. 

Trotzdem lägen die Umsätze weiterhin noch deutlich unter Vorjahresniveau. Das im zweiten Quartal um 25 Prozent verkleinerte Team will sich vorerst auf das Kerngeschäft konzentrieren, einige Expansionsprojekte sollen verschoben werden. „Die Positionierung als Innovationstreiber im Markt wollen wir durch weitere Digitalisierung und wegweisende Nachhaltigkeitsprojekte ausbauen”, sagt Stefan Holwe, Co-Gründer und CEO. „Es wird sicher weiterhin ein schwieriges Jahr für alle Player im Reisesegment bleiben. Auch wenn wir unsere Finanzierungskrise überwinden konnten, befinden wir uns weiterhin in einem herausfordernden Marktumfeld und müssen vorerst weiter auf Sicht fahren. Für 2021 sind wir wieder zuversichtlich – insbesondere wird unsere Positionierung im Markt mit dem besten Value-for-Money Angebot und starker Online-Kompetenz von Vorteil sein.” 
 

In den vergangenen Jahren flossen laut des Informationsportals „Deutsche Startups“ rund 25 Millionen Euro in den Berliner Gepäckspezialisten. In Folge der Corona-Krise musste er Ende April ein Sanierungsverfahren anmelden. Zu den Investoren gehören laut des Berichts Milano Investment Partners, Project A Ventures, Vorwerk Ventures, Perpetual Investments, Tarsadia Investments und Astutia Ventures.

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Tobias Kurtz / 13.07.2020 - 16:39 Uhr

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