Corona-Krise

Handelsverband erwartet 50.000 Insolvenzen

Der HDE befürchtet, dass viele Innenstädte nach der Corona-Krise anders aussehen als zuvor. (Foto: JLL)
Der HDE befürchtet, dass viele Innenstädte nach der Corona-Krise anders aussehen als zuvor. (Foto: JLL)

Der Einzelhandel hat im Shutdown Umsätze in Milliardenhöhe verloren. Der Handelsverband Deutschland rechnet daher mit bis zu 50.000 Insolvenzen in der Branche.

Der Non-Food-Handel habe in den Wochen des Shutdowns rund 30 Mrd. Euro Umsatz verloren, erklärte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Auch nach den Lockerungen verliere der Handel täglich unter anderem aufgrund der niedrigen Frequenz „einen hohen dreistelligen Millionenbetrag“. Das Eigenkapital vieler Unternehmen reiche vor allem angesichts hoher Mietforderungen nicht aus, so Genth weiter. Der HDE rechne daher mit einer hohen Anzahl von Insolvenzen. Betroffen seien kleine Unternehmen ebenso wie große Filialisten. „Wir fürchten sehr, dass die Innenstädte nach der Krise nicht mehr so aussehen werden wie vor der Krise – und viele Läden fehlen“, so der HDE-Hauptgeschäftsführer. 

Grüne fordern Einkaufsgutschein

Zur Unterstützung des stationären Handels fordert eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten der Grünen einen Einkaufsgutschein in Höhe von 250 Euro für jeden Einwohner Deutschlands. Dieser soll nur im stationären Handel, für stationäre Dienstleistungen oder in der Gastronomie eingelöst werden. Ausgenommen sei neben Geschäften, die vom Shutdown nicht betroffen waren, auch der Onlinehandel.

Helge Neumann / 28.04.2020 - 09:44 Uhr

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