Liquidität für den Handel

Handelsverband: „Nur mit Unterstützung geht es aufwärts“

Lockdown in Deutschland (Foto: Markus Spiske/Unsplash)
Lockdown in Deutschland (Foto: Markus Spiske/Unsplash)

Sollte der aktuell geltende Lockdown verlängert werden und der Handel keine Unterstützung bekommen, würden viele Unternehmen für immer schließen, fürchtet der Handelsverband Baden-Württemberg.

Auch für die Innenstädte sei eine Pleitewelle des Handels, verbunden mit dem Verlust von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen im Land, verheerend. Deshalb fordert der Verband „ein schnelles und couragiertes Agieren“ von der Politik.
Nach wochenlangen Umsatz- und Frequenzeinbußen von 100% im Frühjahr sei der zweite harte Lockdown seit Mitte Dezember auch deshalb so verheerend, weil viele Händler bis zu 40% ihres Jahresumsatzes im Weihnachtsgeschäft machten und auf einen ordentlichen Jahresendspurt gehofft hatten. Stattdessen haben sie laut dem Handelsverband Baden-Württemberg (HBW) „eine schmerzhafte Vollbremsung“ hinlegen müssen.

 „Wenn wir in 2021 nicht eine nie dagewesene Pleitewelle von Einzelhändlern erleben wollen, müssen wir alle – Politik, Gewerkschaften und Gesellschaft – konstruktiv zusammenarbeiten“, appelliert Sabine Hagmann, die Hauptgeschäftsführerin des HBW. Zunächst benötige der Einzelhandel dringend tatsächliche Entschädigungen für staatlich verfügte Schließungen und damit Umsatzausfälle wie andere Branchen, „nicht nur den halbherzigen Ersatz von gewissen Betriebskosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III.“ Auch das Land Baden-Württemberg müsse der drittstärksten Wirtschaftsbranche im Land mit Finanzhilfen an die Betriebe beistehen. Eine Investition in das Überleben bisher gesunder Betriebe sichere nicht nur Arbeitsplätze und Steuern, sondern auch vitale Innenstädte. „Eines ist klar: Im Jahr 2021 muss sichergestellt sein, dass die Händler über genügend Liquidität verfügen, um nach einer möglichst baldigen Wiedereröffnung der Geschäfte wieder loslegen zu können“, so HBW-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann.

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Petra Steinke / 30.12.2020 - 11:14 Uhr

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