Schwerpunkt Nachhaltigkeit

Hans Kreuch: „Schuhe mit Herz“

Wolkenwerk-Modelle (Foto: Wolkenwerk)
Wolkenwerk-Modelle (Foto: Wolkenwerk)

Hans Kreuch kämpft mit seiner Marke Wolkenwerk gegen die Folgen der Corona-Pandemie. Was zeichnet das Label aus? Warum setzt er auf Nachhaltigkeit? schuhkurier sprach mit dem Schuhexperten.

Wie haben Sie die vergangenen Monate erlebt?

Bizarre Zeiten mit Corona. Erschreckend, wie schnell unsere Gesellschaft, das allgemeine Leben und das gesamte System unserer Wirtschaft durch eine Pandemie an seine Grenzen kommen kann. Wir nehmen gemeinsam mit unseren Kunden die Herausforderung an – setzen neue Akzente, um damit auch zu zeigen: Wir können mit Mut diese Zeit überstehen.

 

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die kommende Orderrunde?

Hoffnungsvoll, zuversichtlich und guten Mutes. Wir haben unsere Entwicklungsentscheidungen für die Kollektion F/S 21 bereits im Oktober/November 2019 getroffen und seitdem akribisch und permanent das gesetzte Ziel verfolgt. Dazu zählen vor allem die konsequente Ausrichtung unserer Produkte auf Nachhaltigkeit, aber auch die Schärfung der Lieferketten in diesem besonderen Sinne – alles wurde so umgesetzt und auch in der Krise nicht ausgesetzt. Ganz im Gegenteil: Wir investieren in einen klaren Markt- und Markenauftritt und gehen mit der Erwartung in die neue Saison, dass dies bei unseren Partnern/Kunden Anerkennung findet und unsere Begeisterung hierfür geteilt wird.

Das vollständige Interview mit Hans Kreuch finden Sie in der kommenden schuhkurier-Ausgabe.

Wie nehmen Sie die aktuelle Stimmung in der Branche wahr?

Sehr differenziert…Wir haben nach dem Lockdown die Erfahrung gemacht, dass einige unserer Handelspartner ausreichend erfolgreich mit unserer Ware arbeiten konnten und teilweise auch nachdisponierten. Andere hingegen waren von den Einschränkungen schwer getroffen und kommen an die eigenen Belastungsgrenzen. Der Blick in die Zukunft ist nicht möglich – es kommt darauf an wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. Die Verunsicherung auf allen Ebenen ist groß, die bevorstehende Verkaufsrunde wird jedenfalls deutlich anders werden als es bisher war. Schuhe digital einzukaufen, wird für viele unserer Kunden keine Option sein, sie möchten die Produkte in ihrer Ausführung sehen. Die Haptik spielt eine große Rolle in unserer Branche. Manchmal auch der Test der Passform eines neuen Modells.

 

Wofür steht Wolkenwerk?

Wolkenwerk geht seine eigenen Wege und entspricht damit genau dem individuellen Lebensgefühl der mode- und komfortverwöhnten Kundin von heute. Hochwertige Materialien, handwerkliche Verarbeitung und gute, bequeme Leisten versprechen im Zusammenspiel mit dem Memory-Foam-Fußbett und flexiblen Sohlen ein Plus an Komfort.

Wolkenwerk steht für den Dreiklang von Komfort, Design und Nachhaltigkeit. Ich stelle an Produkt und Qualität hohe Ansprüche. Design und Vertrieb erfolgen in Deutschland, unsere Leder kaufen wir bei zertifizierten Herstellern ein, die Produktion führen wir in europäischen Manufakturen durch. Somit können wir schnelle und flexible Reaktionen auf aktuelle Trends und eine rasche Nachliefermöglichkeit bieten.  Wir setzen auf Kontinuität, Erkennbarkeit, eine faire Partnerschaft mit dem Handel, Service, Einzigartigkeit durch Technologie, Softness und Chic. Wolkenwerk ist eine Manufaktur mit Herz.

 

Wie hat sich die Marke in den vergangenen Saisons entwickelt?

Wolkenwerk ist ein noch junges Label, von mir gegründet im Jahr 2016. Wolkenwerk hatte einen guten Start; dies habe ich meinen Kunden, welche dem Label das Vertrauen ausgesprochen haben und Mut zu neuen Produkten hatten, sowie meinen Partnern im Vertrieb zu verdanken. Wir haben uns erfolgreich entwickelt und sind immer weiter munter und aktiv und freuen uns auf unser neuestes Projekt: geschlossene Schuhe, gefertigt auf Basis der „Wolkenwerk Spezialsohle“. Hier stellen wir mit der Saison F/S 21 eine Kollektion vor mit eigener Handschrift – extra leicht und super weich – ein großartiges Produkt zum Wohlfühlen.

 

Neben Tieffußbettsandalen bieten Sie für H/W auch Hausschuhe. Wie entwickelt sich dieses Segment. Wie ist die Umsatzverteilung?

Aktuell ist die Sommerkollektion stärker als die H/W-Saison im Homewear-Bereich. Hier bieten wir eine schöne Kollektion in unterschiedlichen Absatzhöhen an – eine Besonderheit, die sich am Markt gut bewährt hat. Weitere Projekte und verstärkte digitale Präsenz sollen die Verteilung beider Saisons angleichen. Daran arbeiten wir intensiv. 

 
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Laura Klesper / 05.08.2020 - 09:00 Uhr

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