Einzelhandel

HDE fordert Ende der Grenzschließungen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) begrüßt die ersten Grenzöffnungen innerhalb der Europäischen Union und betont die große Bedeutung des Binnenmarktes für funktionierende Lieferketten und Kundenverkehre.

Der Einzelhandel ist wie kaum eine andere Branche auf offene Grenzen angewiesen. Der Handel braucht auch in Coronazeiten dringend einen freien Warenverkehr und volle Freizügigkeit für die Kunden. „In den Grenzregionen haben sich ganz im europäischen Sinne grenzüberschreitende Einzugsgebiete für den Handel ergeben. Viele Kunden kommen seit Jahren aus den Nachbarländern zu uns. Daher leiden nun vielerorts die Händler unter stark verminderten Kundenzahlen und Umsätzen. Hier stehen Geschäftsmodelle in Frage, es drohen Insolvenzen und der Verlust von Arbeitsplätzen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Für den Handel sei außerdem wichtig, dass seine Beschäftigten aus den Nachbarländern, zuverlässig und unkompliziert zu ihren Arbeitsplätzen gelangen können. Maßnahmen der Regierungen müssten sich am Infektionsgeschehen orientieren, nicht an nationalstaatlichen Grenzen. Der HDE sieht die Europäische Kommission deshalb gefordert, den Binnenmarkt so schnell wie möglich wieder vollständig herzustellen.

Helge Neumann / 25.05.2020 - 09:21 Uhr

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