Handelsimmobilienkongress

HDE fordert Mietpartnerschaften

Stefan Genth
Stefan Genth

Für mittelständische Handelsunternehmen werden laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) oftmals alte Mietverträge mit überhöhten Mieten zum Problem. Der HDE fordert daher Mietpartnerschaften.

Handelsimmobilien bleiben trotz des Strukturwandels in der Branche bei Anlegern beliebt. Das ist das Fazit von HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth beim Deutschen Handelsimmobilienkongress in Berlin: „Die stabile Binnenkonjunktur in Deutschland sorgt für weiterhin hohe Investitionen in Handelsimmobilien. Die große Vielfalt der Betriebstypen und Standorte bietet dabei viele unterschiedliche Anlagemöglichkeiten.“ Zum dritten Mal in dieser Dekade wurde 2019 nach 2015 und 2017 die Zehn-Milliarden-Euro-Schwelle beim Transaktionsvolumen überschritten. Auch für 2020 wird auf dem Handelsimmobilienmarkt ein hohes Umsatzniveau erwartet. 

Zugleich forderte Stefan Genth: „Wir brauchen eine Mietpartnerschaft zwischen Händlern und Immobilieneigentümern. Wirtschaftlich stabile Mieter sind auch im Interesse der Eigentümer und der gesamten Innenstadt. Wir müssen sicherstellen, dass gerade kleine Händler in den Stadtzentren, die ohnehin schon unter sinkenden Kundenfrequenzen leiden, nicht durch alte Mietverträge in den Ruin getrieben werden.“ Oft seien in für stationäre Händler umsatzstärkeren Zeiten Mietverträge mit langer Laufzeit abgeschlossen worden. Diese lägen in Zeiten eines immer weiter wachsenden Online-Handels allerdings oft über dem heute Bezahlbaren. Genth: „Eigentümer und Mieter sollten sich beispielsweise auf umsatzbezogene Mieten einigen. Ansonsten drohen am Ende leere Ladenlokale und unattraktive Innenstädte.“

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Helge Neumann / 29.01.2020 - 14:10 Uhr

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