Corona-Krise

HDS/L: „Stornierungen bestellter Ware sind nicht möglich“

Hauptgeschäftsführer HDS/L Manfred Junkert (Foto: HDS/L)
Hauptgeschäftsführer HDS/L Manfred Junkert (Foto: HDS/L)

Der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) will den Handel in der Corona-Krise unterstützen. Die Stornierung bestellter Ware sei jedoch nicht möglich.

Niemand könne aktuell einschätzen, wie lange die aktuelle, für Handel und Industrie äußerst schwierige, Situation anhalten werde, teilt der HDS/L mit. Trotz der widrigen Umstände versichert der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie, dass Verband und Mitgliedsunternehmen die Lage fest im Griff haben. „Die wichtigste Botschaft lautet: Die Produktion läuft weiter, um den Handel auch in Zukunft pünktlich mit Ware versorgen zu können“, heißt es in einer Mitteilung. 

Ware kann später geliefert werden

Aufgrund der aktuellen, auf unbestimmte Zeit angeordneten Geschäftsschließungen wird der Schuh- und Modehandel in diesen Wochen keine oder zumindest geringere Umsätze machen. Der HDS/L sei sich dieser Tatsache bewusst und reagiere darauf mit angemessenen Maßnahmen, heißt es weiter. Wie gewohnt würden die HDS/L-Mitgliedsunternehmen alles daran setzen, ihre Partner im Handel zu unterstützen und bauten auf eine zukunftsorientierte, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es verstehe sich von selbst, dass Stornierungen bestellter Ware nicht möglich seien. Aber dennoch versuche der HDS/L die Interessen des Handels zu berücksichtigen. Die unterstützenden Maßnahmen der Schuh- und Lederwarenhersteller sehen nach Angaben des Verbands vor, dass auf Wunsch Lieferungen der aktuellen Sommerware zu einem späteren Zeitpunkt versendet werden können und damit auch später in Rechnung gestellt werden. Die daraus entstehende Verlängerung der Zahlungsfristen sollen dem Handel in der aktuell schwierigen Lage mehr Planungssicherheit geben und helfen, Engpässe bei Logistik und Lagerhaltung zu vermeiden.

Helge Neumann / 18.03.2020 - 08:13 Uhr

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