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HDS/L veranstaltet digitale Mitgliederversammlung

Carl-August Seibel (Vorstandsvorsitzender), Manfred Junkert (Hauptgeschäftsführer) und Achim Bruder (Vorstand). (Foto: HDS/L)
Carl-August Seibel (Vorstandsvorsitzender), Manfred Junkert (Hauptgeschäftsführer) und Achim Bruder (Vorstand). (Foto: HDS/L)

Bei der Mitgliederversammlung des HDS/L gab es die Möglichkeit der virtuellen oder physischen Teilnahme.

Bei der am 24. Juni stattgefundenen Mitgliederversammlung des Bundesverbands der Schuh- und Lederwarenindustrie kamen rund 20 Teilnehmer in der Messe Offenbach zusammen. Ebenso viele waren digital zugeschaltet worden. Im Rahmen der Versammlung wurden Vorstand und Geschäftsführung einstimmig entlastet. Auch der Jahresabschluss wurde einstimmig genehmigt und der Etatvorschlag für 2020 angenommen. Seit der letzten Versammlung im Mai 2019 sind zudem drei neue Mitglieder hinzugekommen: die Firmen AstorMueller AG und Filii GmbH als ordentliche Mitglieder sowie BASF Polyurethanes GmbH als Fördermitglied.

Über die Regularien hinaus nutzte der Vorstandsvorsitzende Carl-August Seibel  die Gelegenheit auf die aktuelle Lage in der Branche hinzuweisen. „Die Herausforderungen sind enorm. Der europäischen Wirtschaft drohen neue Regulierungen, Auflagen und Steuern“, so Seibel. Gemeinsam mit dem BDI und dem Dachverband Textil+Mode fordert der HDS/L aufgrund der Corona Pandemie ein umfassendes Moratorium und Deregulierungen. Die deutsche Bundesregierung kann sich ihrer Verantwortung für die deutsche Industrie auch in ihrer in wenigen Tagen beginnenden EU-Ratspräsidentschaft, die am 31. Dezember enden wird, beweisen. Beunruhigende Strömungen im Außenhandel für den HDS/L: der nach wie vor ungeregelte Brexit, der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die protektionistischen Maßnahmen in der Türkei verunsichern die Branche. Insolvenzen und kritische Entwicklungen wichtiger Handelspartner bereiten im Inland Sorge: „Das Schutzschirmverfahren der Galeria Karstadt Kaufhof läuft für die Lieferanten alles anderes als zufriedenstellend“, bedauert HDS/L-Vorstand Lederwaren Achim Bruder. Insbesondere für Handtaschen und Reisegepäck ist die Warenhauskette ein wichtiger Kunde.

Der HDS/L-Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert erläuterte im Rahmen der Tagung weitere Details zur wirtschaftlichen Entwicklung, zum Arbeitsrecht und zur Tarifpolitik. Er dankte allen Arbeitsgruppen und Gremien, die dazu beigetragen haben, das Jahr 2019 erfolgreich zu gestalten. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels appellierte Manfred Junkert an alle Mitglieder, sich noch stärker im Bereich Ausbildung zu engagieren. Dabei wies er auch auf die vielfältigen Möglichkeiten der Verbundausbildung mit dem ISC Germany in Pirmasens hin.

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung betrachtet der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie mit Sorge: Die Corona Krise hat erhebliche Auswirkungen auf die Schuh- und Modebranche. Echte Konsumfreude lässt sich nur bedingt zu beobachten. Laut einer aktuellen Umfrage rechnet rund die Hälfte der HDS/L Mitglieder in den nächsten beiden Saisons mit Umsatzausfällen von 20% und mehr.

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Laura Klesper / 25.06.2020 - 15:13 Uhr

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