Micam

Internationale Messen: Update zum Coronavirus

Micam in Mailand. (Foto: Micam)
Micam in Mailand. (Foto: Micam)

In einer offiziellen Mitteilung erklärten die Organisatoren der Micam, dass die Vorbereitungen zur Messe planmäßig voranschreiten. Andere internationale Messebetreiber haben inzwischen Verschiebungen von Veranstaltungen bekannt gegeben. 

Man werde sich strikt an die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des italienischen Gesundheitsministeriums halten und alle geltenden Vorschriften beachten, teilen die Verantwortlichen der Micam mit. Um Aussteller und Besucher zu schützen, werde man als Messeveranstalter alle von den Gesundheitsbehörden empfohlenen Präventionsmaßnahmen ergreifen. Man werde zudem regelmäßig über alle weiteren Entwicklungen informieren, heißt es weiter in dem Schreiben, das von Siro Badon, Präsident der Micam, unterzeichnet ist. 

Die Micam ist für den 16. bis 19. Februar auf dem Gelände der Fiera Milano in Rho bei Mailand geplant. Für den 19. bis bis 21. Februar sind hier außerdem die Ledermesse Lineapelle und die Schuhmaschinenausstellung Simac geplant. Beide Veranstaltungen sollen laut den Organisatoren wie geplant stattfinden. 

APLF entscheidet Mitte Februar

Ein wichtiger Termin im Kalender vieler Einkäufer auf Industrieseite ist auch die APLF in Hongkong. Nach dem derzeitigen Stand soll die Messe in Hongkong wie geplant vom 31. März bis 2. April stattfinden. Die Veranstalter stehen laut einer Mitteilung im engen Kontakt mit den lokalen Behörden, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Zu den möglichen Maßnahmen gehöre auch eine Verschiebung der Messe auf einen späteren Termin, heißt es weiter. Eine finale Entscheidung soll Mitte Februar fallen.   

Messe Frankfurt verschiebt Textil- und Garnmessen

Unterdessen gab die Messe Frankfurt bekannt, dass die vom 11. bis 13. März in Shanghai geplanten Textilmessen verschoben werden sollen. Intertextile Shanghai Apparel Fabrics, Yarn Expo Spring und Intertextile Shanghai Home Textiles sollen zu einem späteren Zeitpunkt abgehalten werden. Man stehe voll hinter den Bemühungen der chinesischen Regierung, den Ausbruch der Lungenkrankheit zu kontrollieren. Man habe sich daher für eine Verschiebung der Messen entschieden. Man bemühe sich derzeit, geeignete Alternativen zu finden, werde die Messen aber erst dann stattfinden lassen, wenn die Lage als sicher erachtet wird. 
Aussteller und Besucher, die Fragen zu den Textilmessen haben, können sich per E-Mail an die Messe Frankfurt wenden. 

Chic Shanghai ebenfalls verschoben

Auch die Chic Shanghai soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Um die Gesundheit der Aussteller, Fachbesucher, des Personals und der Öffentlichkeit wirksam zu schützen und eine effiziente Messe für alle Teilnehmer zu gewährleisten, wird der Termin der Chic, China International Fashion Fair, ursprünglich geplant vom 11. bis 13. März, verschoben werden. Man werde „aktiv auf die Entwicklung der epidemischen Situation reagieren und mit den zuständigen Stellen verhandeln, um einen neuen Verlängerungszeitraum festzulegen“, teilen die Veranstalter mit. Sobald dieser feststeht, soll es eine Benachrichtung geben. 

Ispo Beining abgesagt

Bereits vor einigen Tagen hatten die Organisatoren der Ispo Beijing die für den 12. bis 15. Februar geplante Messe abgesagt. Es gelte, die Gesundheit und Sicherheit der Aussteller und Besucher sowie der Öffentlichkeit zu schützen, hieß es in einer entsprechenden Mitteilung. 

   
Petra Steinke / 03.02.2020 - 11:05 Uhr

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