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Kavat treibt Digitalisierung voran

Kavat präsentiert neuen B2B-Shop. (Foto: Kavat)
Kavat präsentiert neuen B2B-Shop. (Foto: Kavat)

Das schwedische Familienunternehmen nutzt die gegenwärtige Krise, um lang angedachte Maßnahmen in Richtung eines digitaleren und moderneren Auftritts kurzfristig umzusetzen.

Der schwedische Schuhhersteller investiert in digitale Lösungen und setzt die internen Strukturen neu auf, um besser auf die geänderten Anforderungen im Markt zu reagieren und den Kunden einfache und zielführende Antworten zu bieten. Im Zuge der Umstrukturierung schließt Kavat die klassischen Showrooms und setzt auf eine eigene B2B-Plattform sowie Hybrid-Lösungen zwischen Store und Showroom. In diesem Zuge wird auch der Standort in Düsseldorf geschlossen.

Das Thema Digitalisierung stand schon seit geraumer Zeit ganz oben auf der Agenda des Unternehmens, so Kavat. Geschäftsführer Magnus Ericson ist seit Jahrzehnten in der Schuhindustrie tätig und beobachtet den Wandel der Branche schon lange: „Die gesamte Branche ist seit Jahren in der Krise, die Unsicherheit und Frustration groß – alle wissen, so wie es war, funktioniert es nicht mehr. Was aber die Lösung ist, daran scheiden sich die Geister. Der Plan, uns bei Kavat digitaler aufzustellen, existiert bereits seit einiger Zeit, bisher schien es dafür aber noch zu früh. Covid-19 hat nun als Katalysator gewirkt – die Umstellung hätten wir ohnehin vollzogen, ohne das Virus voraussichtlich erst in ein paar Jahren. Wir sind stolz, kurzfristig moderne und digitale Lösungen bieten zu können und sind sicher, uns damit bestmöglich für die Zukunft aufzustellen.“

Die Umstellung beinhaltet den Launch einer eigenen B2B-Plattform, voraussichtlich Anfang August, auf der Kunden ihre Order (Vororder sowie Nachbestellung) tätigen und nachverfolgen können. Daneben wird die Plattform auch als Content-Hub fungieren und relevante Informationen rund um das Unternehmen, die Materialien sowie die Produktionsverfahren bereitstellen. Die neue Website soll alles bieten, was Händler brauchen und die Service-Qualität noch einmal optimieren. 

Im Zuge der Neustrukturierung wird ein Teil der klassischen Showrooms geschlossen (Göteborg, Düsseldorf, Oslo und Stockholm). Stattdessen werden die Geschäfte in Stockholm, Malmö und Göteborg eine Hybridfunktion einnehmen und sowohl als Store wie auch als Showroom genutzt werden. „Wir produzieren in unserer eigenen Fabrik, wir haben tolle Flagship Stores und einen starken Onlineshop. Als Hersteller haben wir die volle Kontolle über das gesamte Kavat-Ökosystem und die Wertschöpfungskette. Mit dem neuen digitalen Ansatz können wir alle Vorteile unserer Unternehmensstruktur noch besser nutzen und unseren Kunden bessere Geschäftsmodelle bieten, von Schweden, aber auch von unserer Fabrik in Bosnien aus“, sagt Erik Thyrelius, der den digitalen Wandel bei Kavat verantwortet.

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Laura Klesper / 23.07.2020 - 16:43 Uhr

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