Kommentar von Helge Neumann

Kommentar: Primus inter pares

Helge Neumann (Foto: Redaktion)
Helge Neumann (Foto: Redaktion)

Frank Schuffelen ist für die ANWR der richtige Mann zur richtigen Zeit. Eine gute Wahl.

Konziliant. Höflich. Ruhig und sachlich. Ein wenig „old school“. Diese Eigenschaften haben Frank Schuffelen weit gebracht. In den vergangenen Jahren war er für die ANWR Group ein Fels in der Brandung. Auf den Krefelder war stets Verlass. Auch in den turbulenten Zeiten rund um die umstrittene Mücke-Übernahme hat sich der Finanzexperte nie aus der Ruhe bringen lassen. Bei sämtlichen Veranstaltungen hatte er auf jede noch so spitze Frage verlässlich Antworten parat. Der verbale Schlagabtausch zwischen Schuffelen und dem Berliner Schuhhändler-Urgstein und kritischen Geist Dieter Galipp genoss auf den Generalversammlungen der Verbundgruppe geradezu Kultcharakter. Im Unterschied zu heute stand der passionierte Tennisspieler damals jedoch hinter dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Günter Althaus in der zweiten Reihe. Während Althaus Zukunftsvisionen entwickelte, war Schuffelen in erster Linie für die nüchternen Zahlen zuständig. Das ist nun anders. Althaus ist weg, Schuffelen wichtiger denn je.

Am 20. März, in den Tagen der größten Ungewissheit und Verunsicherung nach den behördlich angegeordneten Geschäftsschließungen im Zuge der Corona-Krise, besetzte die ANWR erstmals in ihrer Geschichte den Posten des Vorstandssprechers mit Frank Schuffelen. Im Gegensatz zu Günter Althaus ist Schuffelen als „primus inter pares“ seitdem im Gespann mit seinen Vorstandskollegen für die Kommunikation der Genossenschaft zuständig. Eine gute Wahl. Gerade in der Außendarstellung hatte die Verbundgruppe aus Mainhausen in der Vergangenheit ein ums andere Mal Schwächen gezeigt. Frank Schuffelen wird hier für eine wohtuende neue Sachlichkeit sorgen.

Frank Schuffelen ist für die ANWR der richtige Mann zur richtigen Zeit. Mehr denn je kommt es in diesen Tagen auf eine solide Finanzplanung an. Vielerorts steht weiterhin das wirtschaftliche Überleben auf dem Spiel. Vor diesem Hintergrund kann es nur von Vorteil sein, einen ausgewiesenen Experten mit langjähriger Erfahrung an der Spitze des Führungsgremiums in Mainhausen zu haben. Schuffelen weiß, wovon er spricht, wenn er über die notwendigen finanziellen Hilfen redet, die der Schuhhandel zur Bewältigung der Corona-Krise benötigt. Und zugleich versteht er es, Mitglieder und Zentrale in Mainhausen auch emotional zusammenzubringen. „Die Werte und Tugenden der Genossenschaft helfen uns und vor allem den Händlern, die Herausforderung zu meistern. Das erleben wir in ganz vielen Gesprächen und anhand der vielen positiven Rückmeldungen aus dem Kreis der angeschlossenen Händler“, so Schuffelen im Gespräch mit schuhkurier. „Und nicht zuletzt spüre ich in unserer eigenen Mannschaft ein sehr großes Engagement und den unbedingten Willen, den Händlern in dieser schweren Phase zu helfen.“

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Helge Neumann / 26.05.2020 - 09:28 Uhr

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