Messe in Offenbach

Lederwarenmesse ILM ist abgesagt

Arnd Hinrich Kappe (Foto: Messe Offenbach)
Arnd Hinrich Kappe (Foto: Messe Offenbach)

Die Stadt Offenbach hat der Messe Offenbach GmbH die Gestattung zur Durchführung der ILM entzogen. Die Messe wird daher abgesagt. 

Die Internationale Lederwaren Messe ILM in Offenbach wird abgesagt. Hintergrund ist die Entwicklung der Zahl der Corona-Infektionen. Die Stadt Offenbach liegt mit aktuell 59 Infektionen pro 100.000 Einwohnern deutlich vor allen anderen hessischen Kreisen und kreisfreien Städten.
 

Die ILM hatte sich laut den Veranstaltern auf die Situation umfassend vorbereitet und ein sehr gutes Hygiene-Konzept erarbeitet. Aus diesem Grund war die Messe zu der Zeit genehmigt worden, als Offenbach noch unter der vom Land Hessen definierten Stufe von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner lag. „Bedauerlicherweise lässt das Infektionsgeschehen jetzt ein solches Ereignis auch mit Fachpublikum nicht mehr zu, weil sich die Situation in der Stadt drastisch verändert hat“, erläuterte Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. „Wir sind sehr stolz darauf, Heimat der Internationalen Lederwarenmesse zu sein. Und wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Messe in Fachkreisen als weltweit führende Messe gesehen wird“, so Schwenke. „Geschäftsführer Arnd Hinrich Kappe hat in vorbildlicher Weise mit dem Gesundheitsamt kooperiert. Die ILM fällt ausschließlich der Tatsache zum Opfer, dass wir ein akutes Corona-Infektionsgeschehen haben. Das ist extrem bitter. Es besteht aber die klare Perspektive, dass auch während der Corona-Pandemie hier wieder eine Lederwarenmesse stattfinden kann. Das Konzept ist stimmig. Mit einer Lage wie noch vor vier Wochen hätte die ILM ausdrücklich stattgefunden“, so der Oberbürgermeister.


Kappe: „Bedauern sehr, dass sich die Lage dramatisch verändert hat“
 

Wie alle städtischen Genehmigungen habe auch diese unter dem unter Vorbehalt des Infektionsgeschehens gestanden. Der Verwaltungsstab suche immer nach Chancen. Entscheidungen würden daher immer kurzfristig auf Grundlage der aktuellen Situation getroffen, in der Hoffnung, dass die Zahlen niedrig genug sind, um Dinge zu ermöglichen. „Die einzige Alternative, die allen Beteiligten langfristige Planungssicherheit bietet, wären langfristige Verbote“, so Schwenke, der noch aus der Sitzung des Verwaltungsstabes die Offenbacher Messe informierte. „Wir bedauern sehr, dass sich die Lage in Offenbach so dramatisch verändert hat. Für unsere Aussteller wurde jetzt allerdings die Zeit sehr knapp. Deshalb sind wir letztlich froh, dass wir jetzt eine klare Vorgabe haben“, erklärt Arnd Hinrich Kappe, Geschäftsführer der ILM. 

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Petra Steinke / 26.08.2020 - 18:02 Uhr

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