Interview im Hamburger Abendblatt

Ludwig Görtz: „50 Millionen für eine schönere City“

Ludwig Görtz (Mitte) und die beiden Görtz-Geschäftsführer Stephan Tendam (li.) und Frank Revermann. (Foto: Görtz)
Ludwig Görtz (Mitte) und die beiden Görtz-Geschäftsführer Stephan Tendam (li.) und Frank Revermann. (Foto: Görtz)

In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt betont der Schuhunternehmer, warum ihm die Hafencity Sorgen bereitet und warum er nichts von einer autofreien Innenstadt hält.

Auf die Frage, warum man ihn zuletzt selten in der Öffentlichkeit gesehen habe, gab der 85-jährige an, er wirke derzeit mehr hinter den Kulissen und engagiere sich beim Thema Stadtentwicklung. Als Ehrenvorsitzender des von mehreren Kaufleuten vor 35 Jahren gegründeten Trägerverbunds Projekt Innenstadt versuche er, Einfluss auf die Politik zu nehmen. Aus dem operativen Geschäft des Schuhfilialisten habe er sich unterdessen verabschiedet, sei aber Mitglied des Gesellschafterausschusses sowie des Verwaltungsrats, dessen Vorsitz sein Bruder Thomas innehabe.

Sorge bereite ihm, so Görtz, dass immer mehr Läden in der Hamburger City schließen oder wegziehen. Dies sei vor allem auf den Onlinehandel zurückzuführen. Der Unternehmer sprach sich gegen ein Verbot von Autos in der Hamburger Innenstadt aus: „Wir brauchen eine Willkommenskultur und keine Verbote“, so Görtz. Auch eine Umwandlung der Mönckebergstraße in eine Fußgängerzone lehnt Ludwig Görtz ab. „Ein wenig Urbanität, zu der auch Autos gehören, tut der Innenstadt letztlich gut. Hamburgs City braucht ein Fifth-Avenue-Feeling.“ 

Er wünsche sich von der Stadt Hamburg Investitionen in Höhe von 50 Mio. Euro in den kommenden drei Jahren, eine Neugestaltung wichtiger Plätze und Hinweisschilder auf Sehenswürdigkeiten und andere Attraktionen in Deutsch, Englisch und Chinesisch, um besonders auch den wichtigen chinesischen Touristen entgegenzukommen.

Die Pläne für eine 80.000 qm große Einzelhandelsfläche in der HafenCity hält Ludwig Görtz für viele Händler für „unterträglich und existenzbedrohend.“ Dies sei eine Fehlentscheidung des Senats.  

Das vollständige Interview mit Ludwig Görtz lesen Sie hier.

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Petra Steinke / 03.02.2020 - 14:06 Uhr

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