Modebranche

Luxushäuser plädieren für neues Saisondenken

In einem offenen Brief fordern internationale Luxusmodehändler und -marken einen neuen Saisonrhythmus. Die Verkaufszeiträume sollten wieder den tatsächlichen Jahreszeiten angepasst werden. 

Sandalen im Dezember und Winterstiefel im August? Geht es nach führenden Luxusmodehäusern, gehört diese Besonderheit der Modebranche in Kürze der Vergangenheit an. In einem offenen Brief fordern sie ein neues Saisondenken. „Die aktuelle Situation ist für uns alle herausfordernd, zugleich bietet sie jedoch eine Gelegenheit für fundamentale Veränderungen, die unser Geschäft vereinfachen und uns näher an die Wünsche unserer Kunden führen“, heißt es in dem Brief. Zu den Unterzeichnern gehören Verantwortliche von Selfridges, Mytheresa, Bergdorf Goodmann, Harvey Nichols, Illum, KaDeWe, La Rinascente, Liberty und United Arrows. 

Die Forderungen:

  • Die Herbst/Winter-Saison soll von August bis Januar und die Frühjahr/Sommer-Saison Februar bis Juli laufen. 
  • Innerhalb dieser Zeiträume soll verstärkt Zwischenkollektionen geliefert werden, um die Warenbilder in den Stores frisch zu halten und durchgehend Interesse bei den Kunden zu wecken.
  • Reduzierungen sollten nur am Ende der Saisons stattfinden, d.h. im Januar und Juli. 
Helge Neumann / 13.05.2020 - 14:34 Uhr

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