Corona-Krise im Handel

Mietkürzungen: Viele Vermieter bleiben hart

Allen allgemeinen Solidaritätsbekundungen zum Trotz zeigen sich Vermieter im Dialog mit gewerblichen Mietern vielfach unnachgiebig: Mietkürzungen seien nicht möglich.

Wer dieser Tage als Händler an seinen Vermieter schreibt und um Reduzierung oder Aufschub der Mietzahlungen bittet, kann von Glück sagen, wenn er dafür grünes Licht bekommt. Vor allem Großvermieter zeigen sich offenbar unbeeindruckt von solchen Anliegen.

In einem Schreiben, das der schuhkurier-Redaktion vorliegt, erklärt ein großes Immobilienunternehmen, dass es keine vertraglichen oder gesetzlichen Regelungen gebe, nach denen eine Miete aufgrund der Corona-Krise reduziert werden könne. Die durch den Gesetzgeber verordneten Geschäftsschließungen im Zuge der Corona-Krise fielen unter das alleinige Risiko des Mieters. Gewerbliche Mieter seinen aufgefordert, sich um entsprechende Unterstützung zu bemühen. Eine Einstellung der Mietzahlung sei nicht zulässig; im Gegenteil: Dies könne hohe Verzugszinsen nach sich ziehen – und gegebenenfalls die Kündigung.

Petra Steinke / 26.03.2020 - 10:07 Uhr

Weitere Nachrichten

Rabattaktionen - ja oder nein? Die Branche diskutiert den Sinn von flächendeckenden Preisnachlässen. (Foto: Benedikt Geyer/Unsplash)

„Nein zu Rabatten!“

schuhkurier-Umfrage

Soll der Handel angesichts der Corona-Krise durch umfangreiche Rabattaktionen seine Läger räumen und für Liquidität sorgen? Oder soll er auf Sale verzichten und Ware zur Not für den nächsten Sommer einlagern? An der schuhkurier-Umfrage beteiligten sich viele Händler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.