Corona-Krise

Nachfrage nach Mode sinkt auch online

Logistikzentrum von Zalando in Polen. (Foto: Zalando)
Logistikzentrum von Zalando in Polen. (Foto: Zalando)

In den ersten Tagen der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Mode auch Online deutlich gesunken. Das meldet das Deutsche Mode-Institut. 

Nach dem Beginn der Einschränkung des öffentlichen Lebens in Deutschland am 16. März  war allgemein erwartet worden, dass der Onlinehandel von dieser Situation profitieren könnte. Diese Prognose hat sich nicht bestätigt. Laut dem Deutschen Mode-Institut (DMI) waren die Google-Suchanfragen nach Mode-Onlineshops am Ende der ersten Lockdown-Woche um rund ein Drittel gesunken.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

  • Zalando -29%
  • About You -27%
  • Limango -26%
  • Bonprix -37%
  • S. Oliver -33%

„Niemand kann zum jetzigen Zeitpunkt sagen, wann die Krise beendet sein wird und wann die Menschen wieder wie vorher Kleidung kaufen werden. Was wir aber bereits jetzt mit Sicherheit sagen können, ist, dass dies – wenn es einmal soweit sein wird – sehr schnell gehen wird“, teilt das DMI mit. Eine aus gegebenem Anlass durchgeführte Studie zum Verhalten von Menschen in Krisensituationen – zum Beispiel beim Ausbruch von SARS im Jahr 2003 – zeige, dass der Konsum einen V-förmigen Verlauf nehme. „Das heißt: Durch die mit dem Auftreten der Krise verbundene Verunsicherung stürzt der Konsum zunächst steil ab. Sobald die Krise überwunden scheint, steigt er aber ebenso steil wieder an – meist sogar auf ein höheres Niveau als vor der Krise, denn diese Phase ist geprägt von einem enormen Nachholbedarf. Es entlädt sich sozusagen ein Konsumstau.“

Helge Neumann / 25.03.2020 - 11:13 Uhr

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