„Made in Germany stärker in den Vordergrund rücken“

Neue Geschäftsführerin für Florett

Sarah Schubert ist neue Geschäftsführerin bei Florett. (Foto: Berli Berlinski/Florett)
Sarah Schubert ist neue Geschäftsführerin bei Florett. (Foto: Berli Berlinski/Florett)

Der Spezial- und Bequemschuhhersteller Florett aus Cham stellt seine Führung neu auf. Der langjährige Geschäftsführer Martin Hübner verlässt das Unternehmen. Die Marke Varomed soll gestärkt werden.

Bereits am 1. Juli 2020 trat Sarah Schubert mit in die Geschäftsführung des Schuhherstellers Florett ein. Seit dem 1. November leitet die studierte Betriebswirtin das Unternehmen als alleinige Geschäftsführerin. Martin Hübner, Enkelsohn des Firmengründers, verlässt Florett nach knapp 30 Jahren. Der 58-Jährige wolle sich einer neuen Lebensphase widmen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Als letztes Projekt hatte Hübner gemeinsam mit Sarah Schubert die Zertifizierung der Florett GmbH nach der neuen europäischen Medical Device Regulation vorangetrieben.

Auch auf Gesellschafterebene gibt es eine Veränderung bei Florett: Mit Wirkung zum 1. November 2020 wurden die Geschäftsanteile an der Florett GmbH an die Beteiligungsgesellschaft Ancosa Add Value GmbH in Regensburg übertragen, deren Anteilseigner Sarah Schubert und ihr Ehemann Christian Mehltretter sind. Die Florett GmbH bleibt damit ein inhabergeführtes Unternehmen. Als Geschäftsführerin wird Sarah Schubert von ihrem Ehemann Christian Mehltretter unterstützt. Mehltretter ist Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Beide verfügen über jahrelange Erfahrung in der engen Zusammenarbeit über Expertise in der Beratung mittelständischer Unternehmen.


„Made in Germany“ als Qualitätsmerkmal
 

„Als branchenfremde Betriebswirtin aus dem Dienstleistungssektor fasziniert mich vor allem die Fertigung der Schuhe an unserem Firmenstandort“, erklärt Schubert ihre Motivation. Sie will weiter auf die Fertigung am Firmenstandort im ostbayerischen Cham setzen. „Als eine von wenigen Schuhfirmen produzieren wir immer noch in Deutschland und das möchte ich weiter ausbauen“, so Schubert. Es sei aktuell besonders wichtig, die Produktion und das Handwerk am Standort Deutschland zu stärken und an den hier gefertigten Produkten festzuhalten. „Made in Germany muss wieder stärker in den Vordergrund gerückt werden“, so Schubert. „Die Corona-Pandemie hat uns allen wieder aufgezeigt, wie wichtig es ist, heimische Produktionen aufrecht zu erhalten und zu fördern. Dies zeigt sich insbesondere in der Flexibilität der Lieferfähigkeit des Unternehmens. Made in Germany spiegelt nicht nur den hohen Qualitätsstandard wider, die hinter den Produkten stehen, sondern treffen mitunter auch den Zeitgeist der Nachhaltigkeit: energie- und umweltschonende Produktion, zunehmende Einbeziehung heimischer Materialien, kurze Transportwege in den Lieferketten etc. Gerade auch die Thematik der Nachhaltigkeit soll in den kommenden Jahren verstärkt vorangetrieben werden. Die Erfahrungen der vergangenen Monate belegen es, dass sich dieser Trend beschleunigt.“

Florett fokussiert sich künftig auf die Produktpalette der Varomed-Spezialschuhe und damit auf den Bereich der Modellgestaltung, der Herstellung und des Vertriebs von Schuhwerk und Zubehör für medizinische Anforderungen sowie auf den Bereich des Schuhwerks für Füße mit besonderen Ansprüchen.

 
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Petra Steinke / 27.11.2020 - 12:43 Uhr

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