Onlinehandel

Neues Gesetz soll Vernichtung von Retouren verhindern

Am 11. Februar wird das Bundeskabinett das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz verabschieden. Das Ziel: Die Vernichtung von Retouren soll verhindert werden.

Zentraler Begriff im neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz ist die sogenannte „Obhutspflicht“. Diese nimmt den Handel für die von ihnen online oder stationär verkauften Produkte in die Verantwortung. So sollen die Unternehmen „die Gebrauchstauglichkeit der Erzeugnisse“ erhalten. Konkret: Im Fall einer Rücksendung sollen die Artikel nicht vernichtet, sondern entweder als B-Ware verkauft oder gespendet werden. Laut einer Studie der Universität Bamberg wurden im Jahr 2018 cirka 280 Mio. Pakete und 490 Mio. Artikel retourniert. Knapp 4% der Rücksendungen wurden vernichtet.

Zalando bezieht Stellung

Der Onlinehändler Zalando sieht dem neuen Gesetz gelassen entgegen. Man erfülle die Obhutspflicht für den verantwortungsvollen Umgang mit Retouren und unverkaufter Neuware bereits vollumfänglich, teilt das Unternehmen aus Berlin mit. „Die Vernichtung von Waren und Retouren entbehrt nicht nur jeder kaufmännischen Logik, sondern widerspricht insbesondere auch unserem Verständnis von nachhaltigem Wirtschaften”, so Jan Bartels, Senior Vice President Customer Fulfillment bei Zalando. „Wir setzen darauf, dass die Bundesregierung bei der geplanten Berichtspflicht für Händler klare und praktikable Vorgaben machen wird.”

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Helge Neumann / 12.02.2020 - 10:18 Uhr

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