Interview

On: Erfolgskonzept

Roger Federer im On-Lab in Zürich. (Foto: On)
Roger Federer im On-Lab in Zürich. (Foto: On)

Die Schweizer Sportschuhhersteller On ist weltweit in 50 Märkten aktiv. schuhkurier sprach mit On-Verkaufsleiter Martin Borgenheimer über Ziele und neue Projekte.

Die Marke On ist 2010 angetreten, um den Laufsport zu revolutionieren. Ein ambitioniertes Ziel angesichts der bestehenden Konkurrenz. Warum konnte sich On dennoch durchsetzen und etablieren?

Martin Borgenheimer: Das stimmt, damals hatte wohl niemand auf eine neue Laufschuhmarke gewartet. Jedoch hat sich On mit der einzigartigen Sohlentechnologie von Anfang an vom Markt abgehoben. Die innovative Dämpfungslösung war ein neuartiger Ansatz, auf den der Handel anfangs mit Skepsis, danach mit Begeisterung reagiert hat. On besitzt mittlerweile eine hohe Begehrlichkeit; zudem pflegen wir einen sehr persönlichen Kontakt zu unseren Partnern. Das wird vom Handel geschätzt.

Die Sohlentechnologien von On sind sehr markant und haben einen hohen Wiedererkennungswert. Welchen Stellenwert genießen Forschung und Entwicklung bei On?

Forschung und Entwicklung sind elementare Teile bei On, denn die patentierte Cloud-Technologie ist das Herzstück jedes On-Schuhs – egal ob Straßenlauf-, Wanderschuh oder cooler Sneaker. 

On ist auch im Schuhfachhandel präsent und erfolgreich. Wie hat sich die Marke in den vergangenen Jahren auf dem deutschen Markt entwickelt?
Das war quasi eine natürliche Evolution vom Laufspezialisten zum Schuhfachhandel. Wir haben anfangs nur beobachtet, dass On-Fans ihre bequemsten Laufschuhe jeden Tag und den ganzen Tag lang tragen wollten. Das war für uns natürlich ein großes Kompliment an den Komfort und das Design der On-Schuhe. Erst dann haben wir uns näher mit dem Thema auseinandergesetzt und gemerkt: Die Technologie unser Laufschuhe lässt sich super auf den Alltag übertragen, so dass man auf das On-Gefühl auch im Alltag nicht verzichten muss. Mittlerweile haben wir uns auch im Schuhfachhandel sehr gut entwickelt.

Welche strategische Bedeutung hat Deutschland für On?

Deutschland war schon immer ein wichtiger Markt für uns; der „Ritterschlag“ kurz nach Firmengründung erfolgte sogar in Deutschland – als wir im Rahmen der ISPO München den Brand New Award gewannen. Das war im Januar 2010. Mittlerweile ist On in über 50 Ländern vertreten, Deutschland gehört zu unseren Top-5-Märkten und hat einen hohen Stellenwert.  

Sie setzen auf einen selektiven Vertrieb. Warum? Welche Voraussetzungen müssen Händler erfüllen, die sich für On interessieren?

Die Begehrlichkeit unserer Marke ist und bleibt uns sehr wichtig. Im Interesse unserer eignen Partner, aber auch für die Marke selbst, setzen wir alles daran, die Begehrlichkeit hoch zu halten und die bestmögliche Zusammenarbeit und den gemeinsamen Erfolg zu fördern.

Was sind Ihre Zielgruppen?

Alle Menschen, die Spaß am Laufen haben und einen Sinn für Design und Materialqualität haben, sind potenzielle Kunden von On. On bietet eine einzigartige Technologie, die eine vollgedämpfte Landung mit einem explosiven Abstoß kombiniert. Wir machen Schuhe von Athleten für Athleten und beschäftigen uns immer wieder aufs Neue damit, was Läufer benötigen. Unsere Zielgruppe ist dank unseres aktuellen Produktsortiments sehr breit gefächert.

Was sind die Bestseller-Modelle?

Unsere Bestsellermodelle sind der Cloud, Cloud Hi und Cloudnova, im Running-Bereich sind es der Cloudflow, Cloudflyer, Cloudstratus und Cloud X.

Seit dem vergangenen Jahr ist die Tennis-Legende Roger Federer an On beteiligt. Wie kam es zu dieser Beteiligung und welche Vorteile bietet sie?

Die Beziehung zwischen Roger und On hat sich auf sehr natürliche Weise entwickelt. Begonnen hat es sehr casual; mit einem gemeinsamen Abendessen oder „Znacht“, wie man in der Schweiz so schön sagt. Und da wurde ziemlich schnell deutlich, dass Roger und On einen gemeinsamen unternehmerischen Weg gehen könnten. Wir sind super dankbar, wie schön sich das alles gefügt hat und sehr froh, dass Roger mit „on board“ ist. 

 

Das gesamte Interview mit Martin Borgenheimer finden Sie hier in der aktuellen Ausgabe von schuhkurier.

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Laura Klesper / 27.07.2020 - 09:21 Uhr

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