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Otto Group schließt Retourenbetrieb in Hamburg

Die Otto Group will den Retourenbetrieb von Hermes Fulfilment in Hamburg schließen. (Foto: Otto Group)
Die Otto Group will den Retourenbetrieb von Hermes Fulfilment in Hamburg schließen. (Foto: Otto Group)

Die Otto Group will den Retourenbetrieb der Tochter Hermes Fulfilment in Hamburg schließen. Rund 850 Arbeitsplätze sind betroffen.

Nach langen, sehr reiflichen Überlegungen und der Überprüfung aller möglicher Alternativen haben der Vorstand der Otto Group und die Geschäftsführung von Hermes Fulfilment die Planungsentscheidung getroffen, keine kleinvolumigen Retouren mehr durch Hermes Fulfilment in Hamburg und damit in Deutschland zu bearbeiten. Das teilt die Otto Group mit. Die Entscheidung sichere nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Hermes Fulfilment und der Konzerngesellschaften der Otto Group, sondern sorge für eine zukunftsfähige Gestaltung der logistischen Prozesse. Der Retourenbetrieb in Hamburg sei wirtschaftlich – trotz technisch hohem Niveau und hervorragend arbeitender Kolleginnen – nicht mehr rentabel und könne deshalb nicht länger aufrecht erhalten bleiben. Schon seit langem wird in der Otto Group der Großteil der retournierten Waren in den konzerneigenen Betrieben in Polen und Tschechien bearbeitet. Die beiden Länder haben sich in der Logistikbranche als Standard für die Bearbeitung von Retouren etabliert. Auch die bislang in Hamburg verarbeiteten Retouren sollen künftig in den bestehenden Otto Group Standorten in Lodz (Polen) und Pilsen (Tschechien) erledigt werden.

„Der Vorstand der Otto Group und die Geschäftsführung von Hermes Fulfilment haben diese Entscheidung schweren Herzens getroffen. Notwendige wirtschaftliche Entscheidungen für die Zukunft der Unternehmensgruppe dürfen wir aber gerade in diesen Zeiten nicht auf die lange Bank schieben“, betont Kay Schiebur, Vorstand Services der Otto Group. „Die Geschäftsführung von Hermes Fulfilment wird in den kommenden Monaten mit den Betriebsräten intensiv ausloten, mit welchen Maßnahmen die Folgen für die Beschäftigten so gut wie möglich abgemildert werden können.“

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Helge Neumann / 04.09.2020 - 08:34 Uhr

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