Analyse der Bundesbank

Privater Konsum könnte 2021 stark steigen

Der private Konsum könnte sich ab Frühjahr 2021 sehr dynamisch erholen. Das erwarten die Experten der Bundesbank.

Der private Konsum bleibe weiterhin stark vom Pandemiegeschehen abhängig, heißt es in einer aktuellen Analyse der Bundesbank zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland in den Jahren 2021 bis 2023. Im ersten Halbjahr 2020 seien die Ausgaben der Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich stärker zurückgegangen als ihre verfügbaren Einkommen. „Die Sparquote stieg spiegelbildlich sehr kräftig an“, so die Ökonominnen und Ökonomen. Grund dafür sei vor allem „unfreiwilliges Sparen“, wie eine Befragung der Bundesbank zeigt. Knapp die Hälfte der Befragten, die ihren Konsum reduziert hatten, gaben als Grund an, dass Waren und Dienstleistungen wegen der Einschränkungen durch die Pandemie nicht verfügbar gewesen seien. Für etwa ein Drittel war die Sorge vor Ansteckung ausschlaggebend. Klassische Vorsichtsmotive, wie die Sorge vor zukünftigem Arbeitsplatz- und Einkommensverlust, spielten dagegen nur eine untergeordnete Rolle. „Wenn ab Frühjahr 2021 die Pandemie sukzessive durch medizinische Lösungen überwunden wird, sollte das unfreiwillige Sparen an Gewicht verlieren“, heißt es in dem Bericht weiter. Die Fachleute gehen davon aus, dass sich der private Verbrauch dann sehr dynamisch erholt und den wirtschaftlichen Aufschwung maßgeblich antreibt.

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Helge Neumann / 14.12.2020 - 15:42 Uhr

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