Corona-Pandemie

SABU ruft Industrie zu partnerschaftlichem Handeln auf

SABU-Geschäftsführer Stephan Krug (Foto: SABU)
SABU-Geschäftsführer Stephan Krug (Foto: SABU)

In einem offenen Brief an die Lieferanten und Hersteller fordert SABU-Geschäftsführer Stephan Krug ein Aussetzen von Lieferungen sowie eine Valutierung nach Beendigung des Shutdown. 

SABU-Geschäftsführer Stephan Krug erklärt in dem Schreiben: „Nachdem nun flächendeckend und mittlerweile in (fast) allen Bundesländern zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich die komplette Schließung der Einzelhandelsgeschäfte – mit wenigen Ausnahmen – bis mindestens 19. April 2020 beschlossen wurde, ist es weitestgehend sinnlos, bis zur Wiedereröffnung an die Händler Ware und Rechnungen zuzuschicken. Wir bitten deshalb alle SABU-Lieferanten, ab sofort bis Ende April keine weiteren Waren mehr an unsere SABU-Händler zu versenden und zu fakturieren.“

Um die Zeit während des „Shut Down“ zu nutzen, bittet der SABU seine Lieferanten um Informationen zum aktuellen Auslieferungsstatus der F/S 2020-Ware an die Händler sowie um Rücksprache mit den einzelnen Anschlussfirmen, welche Ware zu welchem Zeitpunkt noch ausgeliefert werden soll. Man hoffe zudem auf die Kulanz der Lieferanten, was Stornierungen betrifft. 

Auch müsse geklärt werden, inwieweit Einzelfreigaben bzw. Lieferungen auf Händleranforderung während der Zeit der Schließung möglich sind, wenn dies logistisch machbar und erwünscht ist.
Auch hinsichtlich der Order für 2020 bittet der SABU die Hersteller um eine Information dahingehend, ob noch die Möglichkeit für Bestellungen besteht bzw. wie diese erfolgen kann (online, über B2B-Portale ...).

Nach Beendigung des „Shut Down“ sollte laut SABU eine Wiederaufnahme der Auslieferung der Frühjahr-/Sommer-Ware möglichst nach Freigabe durch die SABU-Händler mit einer Valutierung von 30 bis 60 Tagen erfolgen. Auch die Auslieferung der Aufträge für Herbst/Winter 2020 sollte möglichst nach Freigabe, ebenfalls mit einer großzügigen Valuta, erfolgen. „Hier schlagen wir zur Existenzsicherung der uns angeschlossenen Händler auch eine Valuta von 30 bis 60 Tagen vor“, so Stephan Krug.

Das Feedback der Industrie wird möglichst zeitnah per E-Mail erbeten an an Bernd Schneider, Leiter des SABU-Einkaufs.
 

„Wir brauchen jetzt Ruhe und Besonnenheit"

 

Stephan Krug erklärt in dem Offenen Brief weiter: „Wir brauchen jetzt Ruhe und Besonnenheit, um uns und unsere angeschlossenen Händler wieder neu und professionell aufzustellen! Das Aussetzen der Lieferungen ist kurzfristig die wirkungsvollste Maßnahme zur Zukunftssicherung des stationären, mittelständischen Schuhfachhandels, um eine drohende Zahlungsunfähigkeit zu verhindern.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ein partnerschaftliches und solidarisches Miteinander! Und lassen Sie uns gemeinsam die Zeit des Shut Down nutzen, um sinnhaft über „die Zeit nach der Krise“ nachzudenken und sie zu planen. Der SABU zusammen der Schwesterbank RSB Retail+Service Bank GmbH als starke Verbundgruppe leisten ihren Beitrag dazu. In Form der Saisonfinanzierung sowie durch die Verschiebung der RSB-Dekadenabrechnung, die jedes Anschlusshaus im Rahmen der Konditionenstaffel individuell auf Antrag in Anspruch nehmen kann.“

 
Petra Steinke / 18.03.2020 - 13:48 Uhr

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