Verbundgruppe aus Kornwestheim

SABU trifft sich zur Generalversammlung

SABU-Vorstandssprecher Ulrich Rau während der Generalversammlung (Foto: SABU)
SABU-Vorstandssprecher Ulrich Rau während der Generalversammlung (Foto: SABU)

Zum 68. Mal kamen am 12. September die Mitglieder der SABU Schuh-Verbund eG zur ordentlichen Generalversammlung zusammen. Nicht, wie ursprünglich geplant, in Maastricht, sondern in Heilbronn. Thema der Veranstaltung waren die Geschäftszahlen des Jahres 2019.

Laut Darstellung des SABU-Vorstandssprechers Ulrich Rau konnte die Verbundgruppe mit Sitz in Kornwestheim ihr Eigenkapital im Geschäftsjahr 2019 um 1,121 Mio. Euro auf 29.257.970,10 Mio. steigern. Der Jahresüberschuss beträgt 1.906,425,17 Euro; der Bilanzgewinn nahm um 618.000 Euro auf 2.500.095,84 Mio. Euro zu.

Der Gesamtumsatz der SABU Schuh- und Marketing GmbH, das heißt, Warenvermittlung und Großhandel, hat sich aufgrund einer deutlich spürbaren Orderzurückhaltung im vergangenen Jahr um rund 17,5 Mio. Euro auf knapp 300 Mio. Euro reduziert. Dies entspreche einem Rückgang um 5,4%. Da das Geschäft in den Benelux-Ländern nach mehr als drei Jahren die Erwartungen nicht erfüllt hatte, sei die Geschäftstätigkeit der SABU B.V. zum 30. Juni 2020 eingestellt worden. Die bestehenden Kunden werden seitdem von der SABU-Zentrale in Heilbronn betreut. Die Einsparungen aus der Schließung der niederländischen SABU-Zentrale werden sich erst im Geschäftsjahr 2020 auswirken, so Rau.

Trotz rückläufiger Einnahmen aus dem ZR-Bereich sei es gelungen, den Jahresüberschuss der SABU GmbH „aufgrund von verschiedenen großen und kleinen Einsparungsmaßnahmen“ von 8.000 Euro in 2018 auf 58.000 Euro in 2019 zu erhöhen. Dies sei „ein durchaus vernünftiges Ergebnis“ in Anbetracht weiterhin schwieriger Marktbedingungen, erklärte der Vorstandssprecher.

Für das Geschäftsjahr 2019 wurden insgesamt 3,8 Mio. Euro als Leistungsprämie an die Anschlussfirmen ausgeschüttet. Hinzu gekommen seien hohe Sonderkonditionen der Lieferanten im Rahmen verschiedener Warenprogramme.

Im Jahr 2019 gehörten 772 Mitgliedsunternehmen zum SABU, etwas weniger als im Jahr 2018. Seit 2010 (907 Mitglieder) ist die Zahl ader Anschlussfirmen kontinuierlich gesunken.

Mit verschiedenen Maßnahmen unterstütze man die Mitgliedsunternehmen auch weiterhin gezielt, so Rau. So soll die Plattform Sabu.de weiter ausgebaut werden. Bereits seit Anfang 2019 besteht eine Kompetenzstelle für E-Commerce, die von Peter Werner besetzt ist. Er berät Händler über Voraussetzungen und Konditionen bei Onlineverkäufen. Auch gewinne das elektronische Rechnungsportal in Zusammenarbeit mit RAW weiter an Bedeutung. Zweieinhalb Jahre nach dem Start würden bereits zwei Drittel des Beleg- und Rechnungsvolumens elektronisch archiviert.

Neben der „Sprint Order, die in Kooperation mit Mobimedia und der ANWR ins Leben gerufen wurde, hat die SABU GmbH Anfang Mai 2020 einen Corona-Hilfe-Monitor eingerichtet, der regelmäßig erhebt, inwieweit Corona-Fördermittel beantragt und ausgezahlt wurden.

Aufsichtsrat und Vorstand der SABU Schuh-Verbund eG wurden im Rahmen der Generalversammlung entlastet und den Mitgliedern der Gremien für die geleistete Arbeit gedankt. Der Aufsichtsrat wurde um einen Sitz auf sieben Personen erweitert. Neu in das Gremium gewählt wurde Matthias Trautmann aus Appenweier-Urloffen. Der Unternehmer führt in 4. Generation ein auf Orthopädieschuh-Technik ausgerichtetes Unternehmen mit 60 Mitarbeitern.

Die 69. ordentliche Generalversammlung wird vom 18. bis 20. Juni 2021 in Berlin stattfinden.
 

Weitere Zahlen zum SABU sowie ein Interview mit Stephan Krug, Geschäftsführer der SABU Schuh und Marketing GmbH, lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 38, als EPaper oder Print-Ausgabe.

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Petra Steinke / 13.09.2020 - 21:28 Uhr

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