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SABU: Welche Trends werden in der Order wichtig?

Stephan Krug (Foto: Sabu)
Stephan Krug (Foto: Sabu)

Nach einer herausfordernden Herbst/Winter-Saison gab SABU-Geschäftsführer Stephan Krug im Rahmen der SABU Order Tour den Mitgliedern Tipps zu den Trends der neuen Orderrunde.

Vom 17. bis 24. Januar 2020 lud die SABU Schuh & Marketing GmbH an sechs Orten zu den Ausstellungen der ersten Orderrunde ein. Rund 125 Firmen nutzten die Möglichkeit, sich über modische Trends zu informieren und erste, von Vorsicht geprägte Einkaufsentscheidungen zu treffen. Das waren laut der Verbundgruppe 10% mehr als im Vorjahr.

Rückblick und Order-Info für H/W 2020/21

Zum Einstieg startete Bernd Schneider, zuständiger Einkäufer und Koordinator für den Bereich Vertragslieferanten, die Order-Info mit einem Rückblick auf die Saison H/W 2019/20 und zeigte einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen in den einzelnen Hauptwarengruppen Damen, Herren, Kinder und Sport. Positiv: Die Abverkaufsquoten sowie die erzielten Kalkulationen lagen laut Schneider im Durchschnitt zum Teil deutlich über der Vorsaison. Der erzielte Verkaufspreis sei jedoch in fast allen Bereichen zurückgegangen. Die Entwicklung der 50 umsatzstärksten Vertragslieferanten beim SABU brachte wenige Überraschungen. Aufsteiger der Saison waren – aufgrund des bisher ungebrochenen Sneaker-Trends – Skechers und Vans sowie Beheim als erster Accessoire-Lieferant unter den Top 50 überhaupt.

Anschließend informierte Bernd Schneider über wichtige Verbesserungen bei den Programmen „Früheinteilung Spezial“ und „Konditionen“, über das neue Großhandelsangebot sowie über zwei Damen-Schnürstiefel von Josef Seibel, die exklusiv nur für SABU-Mitglieder angeboten werden. Außerdem werde es eine kleine, aber feine Kollektion der SABU-Exklusivmarke „Andiamo“ von zwei zuverlässigen Partnerlieferanten geben, so Schneider. Anschließend präsentierte Stephan Krug die wichtigsten Modetrends der anstehenden Ordersaison HW 2020/2021 – zusammengestellt von schuhkurier und ergänzt um Bilder und Eindrücke von der Expo Riva und den Berliner Messen.

Bei den dort gesichteten Damen-Kollektionen standen häufig die 70er und 80er- Jahre Pate, berichtete der Experten. Die Looks zeigten sich reduziert, schlicht und minimalistisch oder sportiv-funktionell. Kleider, (Plissee-)Röcke und Culottes – überwiegend in Midi-Länge – lenkten den Blick auf das Bein der Trägerin und würden förmlich nach Langschaftstiefeln oder neuen Stiefeletten verlangen. Hosenformen gebe es für jeden Geschmack und jede Figur: von Skinny und Klassischen Jeans über Jogg-Pants und Chinos bis hin zu weiten, fließenden und überlangen Hosenformen sei alles vertreten. Hierzu passen laut Krug neue feine Chelsea-, (schwarze) Worker-Boots mit Chunky Sole, Bergsteigerstiefel oder Sneaker-Boots perfekt.

Stephan Krug: „Sneaker haben Höhepunkt überschritten“

Bei den Herren sei die Silhouette entweder klassisch in blau, grau oder schwarz oder entspannt-sportiv. Schmale, teilweise knöchelkurze Hosen betonten die Schuhmode: Loafer und Chelsea-Boots einerseits sowie Worker-Boots und Sneaker andererseits in Schwarz und Braun runden das Bild des modischen Herren ab. „Sneakers bei Damen und Herren bleiben, aber der Höhepunkt des Hypes ist meiner Meinung nach überschritten,“ lautete die Einschätzung von Stephan Krug.

Zum Abschluss lud er die anwesenden Händler zur SABU-Messe am 21. und 22.Februar nach Heilbronn ein. „Die Mode für H/W 2020 ist enorm vielfältig! Sie kennen Ihre Kunden am besten und deshalb sollten Sie gezielt und individuell für sie einkaufen,“ so Krug.

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Helge Neumann / 28.01.2020 - 09:40 Uhr

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