Schuhindustrie

Schuhexporte aus Italien brechen ein

Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici (Foto: Micam)
Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici (Foto: Micam)

Die Schuhindustrie in Italien hat im ersten Quartal 2020 deutlich weniger Schuhe exportiert. Im März brachen die Schuhausfuhren um ein Drittel ein.

Nach Angaben des Verbands der italienischen Schuhindustrie (Assocalzaturifici) sind die Schuhexporte aus Italien im ersten Quartal vor dem Hintergrund der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. So wurden vom Januar bis März insgesamt 52,7 Mio. Paar Schuhe im Wert von 2,43 Mrd. Euro exportiert. Das entspricht einem Rückgang um 14,7% in der Menge und 9,2% im Wert. Besonders drastisch fiel der Rückgang im Monat März aus, hier gingen die Schuhausfuhren um 33,7% in der Menge und 30% im Wert zurück. Laut dem Verband hat sich der negative Trend im April fortgesetzt. Gemäß den Daten der italienischen Statistikbehörde (Istat) brach die Schuhproduktion im April um 89% ein.

Die Schuhexporte der italienischen Schuhhersteller nach Deutschland gingen im ersten Quartal um 6,1% in der Menge zurück. „Die Zahlen bestätigen unsere Erwartungen und die Ergebnisse einer Umfrage unter unseren Mitgliedsunternehmen, die wir mitten im Shutdown durchgeführt haben“, erklärte Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici. Es sei von enormer Bedeutung für die Hersteller, dass sie an Messen wie der Micam im September teilnehmen könnten.

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Helge Neumann / 08.07.2020 - 09:42 Uhr

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