Schuhindustrie

Schuhexporte aus Italien sinken stark

Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici (Foto: Micam)
Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici (Foto: Micam)

Die Schuhausfuhren aus Italien sind in den ersten drei Monaten 2020 erheblich gesunken. Laut dem Verband der italienischen Schuhindustrie (Assocalzaturifici) haben die Unternehmen Umsätze in Milliardenhöhe verloren.

Nach Angaben von Assocalzaturifici gingen die Umsätze der Schuhhersteller in Italien im ersten Quartal 2020 um 38,4% zurück. Das entspreche 1,7 Mrd. Euro, teilte der Verband nach einer Befragung von 88 Mitgliedsunternehmen mit. Von dieses verzeichneten 60% einen Rückgang der Umsätze im Bereich von 20 bis 50%. Ein Fünftel der Befragten gaben Verluste von 50% und mehr an. 

„Der wochenlange Lockdown hat gravierende Auswirkungen auf die Branche“, erklärte Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici. Die Unternehmen benötigten nun staatliche Hilfen in Form von Krediten, Steuerentlastungen und Exporthilfen. Laut einer Umfrage des Verbands haben bereits 93% der italienischen Schuhhersteller soziale Unterstützung in Anspruch genommen. Dabei stand in erster Linie die italienische Variante des Kurzarbeitergelds im Fokus. 

Helge Neumann / 12.05.2020 - 15:12 Uhr

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